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Eisenholz

Enzyklopädieartikel

Eisenholz, weit gefasste Bezeichnung für sehr harte Hölzer der Tropen und Subtropen.

Im Allgemeinen zeichnen sich Eisenhölzer durch braune bis schwarze Farbe aus, sie haben eine hohe Dichte, gehen deshalb oft im Wasser unter und sind schwer zu bearbeiten. In den Ländern der Tropen und Subtropen werden ganz unterschiedliche Bäume unter dem Begriff Eisenholz geführt. Als Eisenholzbaum wird u. a. ein Baum (Metrosideros umbellata) aus der Familie der Myrtengewächse bezeichnet, der in Australien und Neuseeland vorkommt. Der Brasilianische Eisenholzbaum (Caesalpinia ferrea) gehört dagegen zu den Hülsenfrüchtlern. Häufig verwendet man den Namen Eisenholz auch für die verschiedenen Arten der Gattung Sideroxylon (griechisch: Eisenholz) aus der Familie der Breiapfelgewächse (Sapotaceae). Ein weiterer Hülsenfrüchtler (Swarzia polyphylla) mit sehr hartem, schwarzem Holz, der in Südamerika verbreitet ist, wird bei Schreinern und im Parketthandel ebenfalls als Eisenholz geführt. Das Ceylon-Eisenholz (Mesua ferrea) wiederum gehört zur Familie der Johanniskrautgewächse. Auf den Molukken wurden früher die Anker kleinerer Boote aus dem Eisenholz einer Art der Gattung Mimusops (Familie Sapotaceae) gefertigt; dieses Holz ist deutlich schwerer als Wasser und zudem hart und dauerhaft.

Es werden jedoch nicht alle schweren und harten Hölzer Eisenholz genannt: Weder das sehr harte, schwarze Ebenholz trägt diesen Namen noch das mit einer Dichte von 1,4 schwerste und härteste Holz überhaupt. Dieses stammt von Guajacum officinale, einem südamerikanischen Baum aus der Familie der Jochblattgewächse (Zygophyllaceae; Gattung Guajakbaum). Es wird meist als Pockholz bezeichnet und liefert das medizinisch und kosmetisch verwendete duftende Guajakharz.

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