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Seegrasgewächse

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NeptunsgrasNeptunsgras

Seegrasgewächse, kleine Familie im Meer völlig untergetaucht wachsender, einkeimblättriger Blütenpflanzen mit hüllenlosen Blüten und jeweils nur einem Staub- und Fruchtblatt. Die Seegrasgewächse bestehen aus 18 Arten und zwei Gattungen: Seegras und Neptunsgras.

Ähnlich wie bei den Farnen wächst auch beim Seegras der Spross horizontal im Boden, und nur die Blätter sind sichtbar. Seegras kommt vorwiegend in kalten Meeren vor, so an den sandigen Küstenzonen von Nord- und Ostsee. Hier bilden die beiden mitteleuropäischen Arten Seegraswiesen – ökologisch wertvolle Biotope und „Kinderstuben” vieler Meeresbewohner. Im Bereich der Niedrigwasserlinie (siehe Wasserstand) des Wattenmeeres findet man die dichten Rasen des Zwerg-Seegrases, das nur millimeterbreite, aber bis zu 15 Zentimeter lange, dunkelgrüne Blätter besitzt. Diese widerstandsfähigen Blätter halten dem Wellenschlag stand und können für wenige Stunden trocken liegen. Der sich meerwärts anschließende Bereich bis zu drei Meter unter dem Mittelniedrigwasser wird vom Gemeinen Seegras eingenommen, das mit ein Zentimeter breiten und etwa 30 Zentimeter langen Blättern den direkten Wellenschlag nicht verträgt.

Die Küsten warmer Meere, auch des Mittelmeeres, werden weltweit von mehreren Arten des Neptunsgrases besiedelt. Es wächst von der Uferzone bis in Tiefen von 40 Metern, sofern das Wasser klar genug ist und genügend Licht bis in diese Tiefe dringt. Neptunsgras bildet die artenreichen Neptunswiesen, die den Meeresboden auch vor Abtragung durch Strömungen schützen. Da das Neptunsgras an seinen Blättern Sollbruchstellen besitzt, lösen sich aufgrund der Wellenbewegung immer wieder Blätter. Dadurch bleibt die Bewuchsdichte im Gleichgewicht. Der Wellenschlag zerreibt die ans Ufer gespülten Blätter, und die übrig gebliebenen Festigungsfasern werden von der periodischen Spülbewegung zu braunen, borstigen, dichten Kugeln gerollt, die man Neptunsbälle nennt. Früher wurde das in großen Mengen an Land gespülte Seegras als billiges Polstermaterial für Matratzen verwendet. Weltweit – auch im Wattenmeer der Nordsee – ist ein Rückgang der Seegrasgewächse festzustellen, der offenbar u. a. durch Nährstoff- und Schadstoffeinträge ins Meer verursacht wird.

Systematische Einordnung: Seegrasgewächse bilden die Familie Zosteraceae der Ordnung Najadales. Seegras bildet die Gattung Zostera und Neptunsgras die Gattung Posidonia. Das Zwerg-Seegras heißt botanisch Zostera noltii, das Gemeine Seegras Zostera marina. Das Neptunsgras im Mittelmeer heißt Posidonia oceanica.

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