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Jahresrückblick 2006Enzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Januar ; Februar; März; April; Mai; Juni; Juli; August; September; Oktober; November; Dezember
2. April: Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Thailand gewann die Partei Thai Rak Thai (TRT) des umstrittenen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra mit gut 61 Prozent der Stimmen 460 der insgesamt 500 Mandate. Jedoch hatten die wichtigsten Oppositionsparteien die Wahlen boykottiert und die Wähler dazu aufgerufen, gegen die TRT-Kandidaten mit Nein zu stimmen. Drei Tage nach den Wahlen kündigte Thaksin seinen Rücktritt an. 5. April: Der amerikanische Environment- und Happeningkünstler Allan Kaprow starb im Alter von 78 Jahren in San Diego (Kalifornien). 7. April: Der deutsche Bundesrat hob unter heftigen Protesten von Tierschützern das für 2007 beschlossene Verbot der Käfighaltung von Legehennen auf. 9. April: Der Schweizer Fabian Cancellara gewann den Radsportklassiker Paris–Roubaix. 10. April: Bei den Parlamentswahlen in Italien am 9. und 10. April setzte sich das bisher oppositionelle Mitte-links-Bündnis Unione unter Romano Prodi gegen das regierende Mitte-rechts-Bündnis Casa delle Libertà unter Silvio Berlusconi durch: Für das Abgeordnetenhaus gewann Unione 49,8 Prozent der Stimmen und 348 Mandate, Casa delle Libertà kam auf 49,7 Prozent und 281 Mandate. Im Senat gewann Prodis Bündnis 158 Mandate, Berlusconis Parteien errangen 156 Mandate. 13. April: Die britische Schriftstellerin Muriel Spark starb im Alter von 88 Jahren in Florenz (Italien). 17. April: Mit einem 3:0-Erfolg in den Play-off-Endspielen um die deutsche Eishockey-Meisterschaft bezwang der EHC Eisbären Berlin die DEG Metrostars aus Düsseldorf und verteidigte damit seinen Titel. 23. April: Die Parlamentswahlen in Ungarn am 9. und 23. April gewann die regierende MSzP unter Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány, und zwar mit 192 der insgesamt 386 Mandate. 29. April: Durch einen 1:0-Endspielsieg gegen Eintracht Frankfurt gewann der FC Bayern München zum 13. Mal in seiner Vereinsgeschichte den DFB-Pokal. Bei den Frauen setzte sich Turbine Potsdam mit 2:0 gegen den FFC Frankfurt durch. 30. April: Paul Spiegel, der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, starb im Alter von 68 Jahren in Düsseldorf. In Nepal wurde Girija Prasad Koirala als Premierminister vereidigt, nachdem König Gyanendra nach wochenlangen Massenprotesten der Bevölkerung gegen seine Alleinherrschaft die Rückkehr zu demokratisch-parlamentarischen Verhältnissen eingeleitet und das vier Jahre zuvor aufgelöste Parlament wieder eingesetzt hatte.
4. Mai: Der niederländische Maler Karel Appel, Ende der vierziger Jahre führendes Mitglied der Künstlergruppe Cobra, starb 85-jährig in Zürich (Schweiz). 5. Mai: Die sudanesische Regierung und die größere Fraktion der Rebellenbewegung Sudan Liberation Army (SLA) unterzeichneten ein Friedensabkommen für die Region Darfur, das den seit Jahren andauernden Bürgerkrieg beenden soll. 7. Mai: In Singapur gewann bei den Parlamentswahlen die regierende People’s Action Party (PAP) von Premierminister Lee Hsien Loong 82 der insgesamt 84 Mandate. 8. Mai: In Thailand erklärte das Oberste Gericht die Parlamentswahlen vom 2. April für ungültig. 10. Mai: Im Endspiel um den UEFA-Pokal, das in Eindhoven ausgetragen wurde, besiegte der spanische Verein FC Sevilla den britischen Vertreter FC Middlesbrough mit 4:0 Toren. 11. Mai: Der amerikanische Boxer Floyd Patterson, Weltmeister im Schwergewicht von 1956 bis 1959 und von 1960 bis 1962, starb im Alter von 71 Jahren in New Paltz (Bundesstaat New York). 12. Mai: Der israelische Dirigent und Pianist Daniel Barenboim wurde in Wien mit dem renommierten Ernst-von-Siemens-Musikpreis ausgezeichnet. 13. Mai: Der FC Bayern München gewann zum 20. Mal in seiner Vereinsgeschichte die deutsche Fußballmeisterschaft. Auf Rang zwei der Bundesligatabelle, der ebenfalls für die Teilnahme an der Champions League berechtigt, kam Werder Bremen. Der drittplatzierte Hamburger SV erreichte die Qualifikationsrunde für die Champions League. Die Ränge vier und fünf, die für den UEFA-Pokal berechtigen, belegten Schalke 04 und Bayer Leverkusen. 14. Mai: Auf einem Sonderparteitag wählte die SPD Kurt Beck zu ihrem neuen Vorsitzenden. Beck hatte den Parteivorsitz bereits seit dem Rücktritt des bisherigen Vorsitzenden Matthias Platzeck im April kommissarisch inne. 15. Mai: In Italien wurde Giorgio Napolitano als neuer Staatspräsident vereidigt. Er war fünf Tage zuvor als Kandidat des Mitte-links-Bündnisses, das die Parlamentswahlen am 9./10. April gewonnen hatte, in dieses Amt gewählt worden. 17. Mai: Mehr als einen Monat nach den Parlamentswahlen wurde in Italien Romano Prodi als neuer Ministerpräsident vereidigt und seine Mitte-links-Regierung in ihr Amt eingeführt. Im Finale der Fußball-Champions-League, das im Stade de France in Saint-Denis bei Paris stattfand, setzte sich der FC Barcelona mit 2:1 Toren gegen Arsenal London durch. 20. Mai: Im bayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurden drei tote Schafe entdeckt, die von einem aus Österreich eingewanderten Braunbären gerissen worden waren. Nach der Ausrottung des Braunbären 1835 hielt sich damit erstmals wieder ein frei lebender Braunbär in Deutschland auf. Mehr als sechs Monate nach den Parlamentswahlen nahm im Irak die neue Regierung unter Ministerpräsident Nuri al-Maliki die Arbeit auf. Sie war die erste reguläre Regierung seit dem Sturz Saddam Husseins. 21. Mai: Die Parlamentswahlen in Zypern bestätigten die Regierungskoalition von Präsident Tassos Papadopoulos, die 34 der insgesamt 56 Mandate gewann. Die amerikanische Tänzerin Katherine Dunham starb im Alter von 96 Jahren in New York City. Bei der 70. Eishockey-Weltmeisterschaft, die vom 5. bis zum 21. Mai in Lettland stattfand, gewann Schweden den Titel durch einen 4:0-Finalsieg gegen die Tschechische Republik. Im Spiel um den dritten Platz besiegte Finnland Kanada mit 5:0 Toren. 28. Mai: Bei den 59. Filmfestspielen von Cannes wurde das Bürgerkriegsdrama The Wind that Shakes the Barley des britischen Regisseurs Ken Loach mit der Goldenen Palme prämiert. Der Große Preis der Jury ging an den französischen Filmemacher Bruno Dumont für sein umstrittenes Werk Flandres. Der italienische Radsportprofi Ivan Basso vom dänischen CSC-Team siegte beim Giro d’Italia. 30. Mai: Bei einem Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Richterskala starben auf der indonesischen Insel Java etwa 5 800 Menschen, mehrere Hunderttausend wurden obdachlos. Der brasilianische Architekt Paulo Mendes la Rocha wurde in Istanbul mit dem angesehenen Pritzker-Preis ausgezeichnet. 31. Mai: Der US-Astrophysiker und Nobelpreisträger Raymond Davis starb im Alter von 91 Jahren in Blue Point (New York). Davis konnte Ende der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts als erster Wissenschaftler experimentell nachweisen, dass die Sonne ihre Energie aus der Kernfusion bezieht.
3. Juni: Nachdem sich die Montenegriner am 21. Mai in einem Referendum mit 55,4 Prozent der Stimmen für die Unabhängigkeit ausgesprochen hatten, rief das Parlament von Montenegro formell die Unabhängigkeit des Landes aus und schied aus dem Staatenbund Serbien und Montenegro aus, zu dessen Rechtsnachfolger sich nun Serbien erklärte. Damit waren auch die letzten beiden der sechs Teilrepubliken des früheren Jugoslawien souveräne Staaten. Aus den Parlamentswahlen in der Tschechischen Republik am 2./3. Juni 2006 ging die bisher oppositionelle, bürgerliche ODS unter ihrem Vorsitzenden Mirek Topolánek mit 35,4 Prozent der Stimmen und 81 Mandaten als stärkste Fraktion hervor. Die regierende ČSSD von Ministerpräsident Jiří Paroubek wurde mit 32,3 Prozent und 74 Mandaten zweitstärkste Kraft. Die potentiellen Koalitionspartner der ODS, KDU/ČSL und Grüne, gewannen 13 bzw. sechs Mandate; die Kommunistische Partei errang 26 Mandate. Somit ergab sich ein Patt, denn das bürgerliche und das linke Lager kamen jeweils auf 100 Mandate. 5. Juni: Bei den Präsidentschaftswahlen in Peru setzte sich in der Stichwahl der Sozialdemokrat Alan García mit etwa 54 Prozent der Stimmen gegen den Linkspopulisten Ollanta Humala durch. García stand bereits von 1985 bis 1990 an der Spitze des Staates. 7. Juni: Zur Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland wurde Charlotte Knobloch, die Vorsitzende der Münchner Jüdischen Gemeinde, gewählt. 9. Juni: Der deutsche Pop- und Schlagersänger, Komponist und Produzent Drafi Deutscher starb im Alter von 60 Jahren in Frankfurt/Main. Große Popularität erlangte er Mitte der sechziger Jahre mit dem Evergreen Marmor, Stein und Eisen bricht. 11. Juni: Im Endspiel der French Open in Paris setzte sich bei den Männern der spanische Tennisprofi Rafael Nadal gegen den Schweizer Roger Federer in vier Sätzen durch. Bei den Frauen gewann die Belgierin Justine Henin-Hardenne nach 2003 und 2005 ihren dritten French-Open-Titel durch einen Zweisatzerfolg im Finale gegen die Russin Swetlana Kusnezowa. 12. Juni: Der ungarische Komponist György Ligeti, einer der großen Avantgardisten des 20. Jahrhunderts, starb im Alter von 83 Jahren in Wien. 17. Juni: Aus den vorgezogenen Parlamentswahlen in der Slowakischen Republik ging die bisher oppositionelle sozialdemokratische Partei SMER von Robert Fico mit 29,1 Prozent der Stimmen und 50 der insgesamt 150 Mandate klar als stärkste Partei hervor; die christdemokratische SDKU von Ministerpräsident Mikuláš Dzurinda wurde mit 18,4 Prozent (31 Mandate) zweitstärkste Fraktion. Die linksnationalistische HZDS des früheren Ministerpräsidenten Vladimir Mečiar kam nur auf 8,8 Prozent (15 Mandate). 26. Juni: Etwa 170 Jahre nach der Ausrottung des Braunbären in Deutschland wurde der erste wieder nach Deutschland eingewanderte (im italienischen Wiedereinbürgerungsprojekt JJ1 genannte) Braunbär unterhalb der Rotwand nahe dem Spitzingsee im Landkreis Miesbach (Oberbayern) von Jägern erschossen. Da der Bär als potentiell gefährlich eingestuft worden war, hatte der bayerische Umweltminister eine Abschussgenehmigung erteilt. Der Tod des Bären löste in Deutschland und anderen Ländern einen Sturm der Entrüstung aus. 28. Juni: Nach der Entführung eines israelischen Soldaten durch Palästinenser drang Israel in einer Großoffensive zum ersten Mal seit seinem Abzug im vorangegangenen Jahr mit Panzerverbänden wieder in den Gazastreifen ein. 30. Juni: Der deutsche Schriftsteller und Zeichner Robert Gernhardt starb im Alter von 68 Jahren in Frankfurt/Main.
1. Juli: Finnland übernahm turnusgemäß die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union. 2. Juli: Die Präsidentschaftswahlen in Mexiko gewann der PAN-Kandidat Felipe de Jesús Calderón Hinojosa mit 36,7 Prozent der Stimmen. Der Zweitplatzierte, der Linkspopulist Andrés Manuel López Obrador vom PRD, errang 36,1 Prozent, erkannte das Ergebnis jedoch nicht an und reichte Klage dagegen ein. 5. Juli: Aus den Parlamentswahlen in der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien ging die oppositionelle konservative VMRO-DPMNE unter Nikola Gruevski mit 45 der insgesamt 120 Sitze als stärkste Kraft hervor, während das regierende Bündnis „Gemeinsam für Mazedonien” nur noch 32 Mandate errang. 7. Juli: Der Gitarrist und Songwriter Syd Barrett, in den sechziger Jahren kreativer Kopf der britischen Popgruppe Pink Floyd, starb im Alter von 60 Jahren in Cambridge. Der niederländische Entertainer und Showmaster Rudi Carrell, eine der prägenden Persönlichkeiten der deutschen Fernsehunterhaltung, starb im Alter von 71 Jahren in Bremen. 9. Juli: Vom 9. Juni bis zum 9. Juli fand in Deutschland die 18. Fußballweltmeisterschaft statt. Im Endspiel siegte Italien gegen Frankreich im Berliner Olympiastadion mit 5:3 im Elfmeterschießen, nachdem die Partie nach regulärer Spielzeit 1:1 geendet hatte. Die Überraschungsmannschaft des Turniers war das offensiv eingestellte, spielstarke deutsche Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann, das durch einen 3:1-Sieg gegen Portugal im kleinen Finale Rang drei belegte. Das Gastgeberland präsentierte sich weltoffen und begeisterungsfähig und zeigte einen neuartigen, unverkrampften Umgang mit nationalen Symbolen. Der Schweizer Tennisprofi Roger Federer gewann durch einen Viersatzerfolg im Endspiel gegen den Spanier Rafael Nadal zum vierten Mal in Folge das Turnier von Wimbledon. Bei den Damen setzte sich die Französin Amélie Mauresmo in drei Sätzen gegen die Belgierin Justine Henin-Hardenne durch. 12. Juli: In Reaktion auf die Entführung zweier israelischer Soldaten durch die Hisbollah leitete Israel eine Großoffensive gegen die Stellungen der Hisbollah im Libanon ein. 23. Juli: Bei der 93. Tour de France, die auf einer Gesamtdistanz von 3 639 Kilometern in 20 Etappen von Straßburg nach Paris führte, gewann der Amerikaner Floyd Landis vor Oscar Pereiro (Spanien) und Andreas Klöden (Deutschland). Da Landis’ A- und B-Probe von der 17. Etappe einen erhöhten Testosteronwert aufwies, ist dieses Ergebnis als inoffiziell anzusehen. Das rot gepunktete Trikot des besten Bergfahrers ging an den Dänen Michael Rasmussen, das grüne Trikot für den besten Sprinter errang der Australier Robbie McEwan. Der Italiener Damiano Cunego erhielt als bester Jungprofi das weiße Trikot. Das deutsche T-Mobile-Team gewann die Mannschaftswertung. 30. Juli: In der Demokratischen Republik Kongo fanden die ersten freien Präsidentschafts- und Parlamentswahlen seit mehr als 40 Jahren statt. Internationale Wahlbeobachter stuften den Wahlverlauf als weitgehend fair und friedlich ein.
1. August: In Deutschland, Österreich und der Schweiz trat die neue, korrigierte Rechtschreibung in Kraft (siehe Rechtschreibreform). In der Schweiz löste Doris Leuthard den Bundesrat Joseph Deiss an der Spitze des Volkswirtschaftsdepartements ab. 2. August: Im Alter von 75 Jahren starb in Kassel der frühere hessische Ministerpräsident Holger Börner. 3. August: Die britisch-deutsche Sopranistin Elisabeth Schwarzkopf starb 90-jährig in Schruns (Vorarlberg, Österreich). 4. August: Mehr als vier Monate nach den Parlamentswahlen in der Ukraine wurde Viktor Janukowitsch, Vorsitzender der prorussischen Partei der Regionen, zum Ministerpräsidenten gewählt, nachdem es Staatspräsident Viktor Juschtschenko nicht gelungen war, die prowestliche Regierungskoalition zu erneuern. 11. August: Der UN-Sicherheitsrat verabschiedete die Resolution 1701, mit der der einen Monat zuvor begonnene Krieg zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon beendet wurde. 13. August: Bei den 19. Leichtathletik-Europameisterschaften, die vom 7. bis zum 13. August in Göteborg (Schweden) stattfanden, ging Russland mit zwölf Gold-, zwölf Silber- und zehn Bronzemedaillen als erfolgreichste Nation hervor, gefolgt von Deutschland (4–4–2) und Weißrussland (4–3–2). Bemerkenswerte Leistungen zeigten die Sprinter Francis Obikwelu (Portugal) und Kim Gevaert (Belgien), die jeweils auf der 100- und der 200-Meter-Distanz die Goldmedaille gewannen. Im Mehrkampf siegten bei den Männern Roman Šebrle (Tschechische Republik) und bei den Frauen Carolina Klüft (Schweden). 15. August: Im Alter von 75 Jahren starb in Ngaruawahia auf der Nordinsel von Neuseeland die Maori-Königin Te Atairangikaahu. Mehr als vier Jahrzehnte lang war sie das Oberhaupt der Maori. 16. August: Alfredo Stroessner, langjähriger Diktator von Paraguay (1954-1989), starb im Alter von 94 Jahren im Exil in Brasília. 24. August: Auf ihrer 26. Vollversammlung erkannte die Internationale Astronomischen Union (IAU) Pluto den Planetenstatus ab. Künftig wird Pluto zu den Zwergplaneten gezählt, einer Gruppe von Himmelsobjekten, die die IAU neu einführte. Mit der Änderung von Plutos Status verringerte sich die Zahl der Planeten im Sonnensystem von neun auf acht. Im Alter von 91 Jahren starb in Bonn der Vertriebenenpolitiker Herbert Hupka. 26. August: Im Alter von 82 Jahren starb der CDU-Politiker Rainer Barzel. Er war u. a. Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag (1964-1973) sowie CDU-Vorsitzender (1971-1973) und versuchte 1972 vergeblich, Bundeskanzler Willy Brandt durch ein konstruktives Misstrauensvotum zu stürzen. 30. August: Der ägyptische Schriftsteller Nagib Machfus starb im Alter von 94 Jahren in Kairo. Für sein dem sozialen Realismus verpflichtetes literarisches Werk wurde er 1988 als erster und bislang einziger arabischsprachiger Schriftsteller mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Der amerikanische Schauspieler Glenn Ford, in den fünfziger Jahren einer der populärsten Stars des Hollywoodkinos, starb im Alter von 90 Jahren in Beverly Hills (Kalifornien).
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