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Windows Live® Suchergebnisse Chares von LindosEnzyklopädieartikel
Chares von Lindos (3. Jahrhundert v. Chr.), griechischer Bildhauer. Vermutlich schuf er zwischen 302 v. Chr. und 290 v. Chr. den Koloss von Rhodos, eine monumentale Bronzeskulptur des Sonnengottes Helios am Hafeneingang von Rhodos, die zu den sieben Weltwundern zählt. Chares stammte aus Lindos, einem der damals blühenden Handelszentren auf der Insel Rhodos. Er war ein Schüler des Lysipp, eines der bedeutendsten Bildhauer der spätklassischen Phase, der auch Hofbildhauer Alexanders des Großen war. Über Leben und Werk des Chares von Lindos ist wenig Konkretes überliefert. Mit seinen künstlerischen Werken gelang es Chares, die Kunstprinzipien seines Lehrers Lysipp auf Rhodos einzuführen, wo sich in der Folgezeit ein eigenständiger Kunststil entwickelte. Über Chares’ Hauptwerk, den Koloss von Rhodos, ist wenig Zuverlässiges bekannt. Doch diese zu Ehren des Sonnengottes Helios, zugleich Schutzpatron von Rhodos, erbaute gigantische Bronzestatue ist schon in den ältesten Auflistungen der sieben Weltwunder erwähnt. Bald nach dem Ende der Belagerung der Stadt durch Demetrios I. 305/04 v. Chr. soll Chares das Götterabbild entworfen haben. In antiken Quellen wird erwähnt, dass die Fertigstellung des Werkes sich über ungefähr zwölf Jahre hingezogen haben soll. Bereits um 225 v. Chr. soll die Statue durch ein Erdbeben zerstört worden sein. Bis heute konnte keine antike Darstellung des Koloss gefunden werden, und auch vor Ort war bis jetzt jede Suche nach dem Bildnis oder nach Teilen davon vergeblich. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Theorien über Aussehen, Standort und Konstruktion der Bronzestatue. Die Vorstellung, der 32 bis 36 Meter hohe Koloss habe breitbeinig über der Hafeneinfahrt von Rhodos gestanden, gilt aus statischen Gründen als unwahrscheinlich. Heute nimmt man an, dass die Statue über eine Lanze oder einen Umhang als weitere Stütze verfügte und vermutlich nicht am Hafen, sondern in Stadtnähe stand.
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