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Palpen

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Körperaufbau von SpinnentierenKörperaufbau von Spinnentieren

Palpen (lateinisch palpare: betasten), Körperanhänge Wirbelloser, die zum Tasten dienen oder andere Funktionen haben.

Palpen kommen bei Vielborstern (siehe Ringelwürmer), Hundertfüßern, Krebstieren, Spinnentieren und Insekten vor. Sie sind oft mit Härchen bedeckt, die außer zur Verfeinerung des Tastsinnes auch als Chemorezeptoren zum Riechen und Schmecken dienen können. Die Palpen der vorwiegend im Meer lebenden Vielborster, mit deren Hilfe diese Würmer Nahrung suchen, sitzen vorn am Kopflappen (Prostomium). Die Palpen der Spinnentiere werden oft als Pedipalpen (lateinisch pedes: Füße) bezeichnet, weil sie aus Laufbeinen hervorgegangen sind. Sie dienen als Taster, als Greifzangen bzw. Fangbeine (bei Skorpionen, Weberknechten, Pseudoskorpionen und Geißelspinnen), als Haftorgane (bei Walzenspinnen), als Organ zur Übertragung der Spermatophore (bei Webspinnenmännchen), zur Stridulation (bei Wolfsspinnen) oder als zusätzliche Beine (bei den ebenfalls zur Klasse der Spinnentiere gehörenden Beintastern). Insekten und Krebstiere tragen an ihren Mundwerkzeugen bzw. Gliedmaßen je nach Art der Nahrungsaufnahme unterschiedlich stark ausgeprägte, oft mehrgliedrige Palpen als Tastorgane; man unterscheidet je nach Lage dieser Palpen zwischen Mandibularpalpen (Oberkiefertaster, bei Krebstieren), Maxillarpalpen (Unterkiefertaster, bei Insekten) und Labialpalpen (Lippentaster, ebenfalls bei Insekten).

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