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Windows Live® Suchergebnisse Stephen HarperEnzyklopädieartikel
Stephen Harper (*1959), kanadischer Wirtschaftswissenschaftler und Politiker, Premierminister von Kanada (seit 2006). Stephen Harper wurde am 30. April 1959 in Toronto (Ontario) geboren. 1978 ging er nach Alberta und studierte dort an der Universität von Calgary Wirtschaftswissenschaften. Bereits während seines Studiums begann er seine Laufbahn in der Politik, zunächst als Assistent eines Abgeordneten der Progressive Conservative Party (PCP). Ab 1987 engagierte er sich in der neu gegründeten Reform Party, einer ebenfalls konservativen Abspaltung von der PCP, und war dort u. a. für die Strategie verantwortlich. 1993 zog er für die Reform Party ins Unterhaus ein; 1997 verzichtete er nach innerparteilichen Auseinandersetzungen auf eine neuerliche Kandidatur. Nach der Umstrukturierung und Neuausrichtung seiner Partei und ihrer Umbenennung in Canadian Alliance (CA) 2000 wurde Harper im März 2002 zum Vorsitzenden der Partei gewählt. Zwei Monate später kehrte er ins Unterhaus zurück und war nun, da die CA stärkste Kraft hinter der regierenden Liberal Party (LP) war, Oppositionsführer. In der Folgezeit bemühte sich Harper nachdrücklich um eine Vereinigung der zersplitterten und daher gegen die regierende LP machtlosen Konservativen in Kanada und brachte schließlich die Vereinigung seiner CA mit der PCP zur Conservative Party (CP) zustande, die im Dezember 2003 formell vollzogen wurde. Im März 2004 wurde Harper mit großer Mehrheit zum Vorsitzenden der CP gewählt. Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen im Juni 2004 konnten die Konservativen unter Harpers Führung sogleich einen Stimmenzuwachs verzeichnen, blieben aber weiterhin als zweitstärkste Kraft in der Opposition, und Harper fungierte weiterhin als Oppositionsführer. Aus den darauf folgenden, nach einem Misstrauensvotum gegen die LP-Regierung notwendig gewordenen Parlamentswahlen am 23. Januar 2006 ging die CP schließlich mit 124 der insgesamt 308 Mandate als stärkste Kraft hervor und übernahm nun zum ersten Mal seit gut zwölf Jahren mit Stephen Harper an der Spitze wieder die Regierungsverantwortung. Am 6. Februar 2006 wurde Harper als Nachfolger von Paul Martin im Amt des Premierministers vereidigt. Da seine Partei die absolute Mehrheit verfehlt hatte, war Harper nun mit seiner Minderheitsregierung auf wechselnde Mehrheiten im Parlament angewiesen. Harper gilt als ausgesprochen konservativ, wenngleich er, seit er die Führung der CA und später der CP übernommen hatte, auf einen moderateren Kurs eingeschwenkt war. Anders als Paul Martin befürwortete er etwa eine kanadische Beteiligung am Irak-Krieg und lehnte das Kyoto-Protokoll ab; ebenso lehnte er die erst von der Regierung Martin eingeführte gleichgeschlechtliche Ehe ab und hielt das kanadische Sozialsystem in Teilen für überzogen, stellte jedoch in seinem Wahlkampf eine finanzielle Förderung der Familien und einen Ausbau des Gesundheitssystems in Aussicht.
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