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Jahresrückblick 2007

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Luciano Pavarotti singt L’elisir d’amore von DonizettiLuciano Pavarotti singt L’elisir d’amore von Donizetti
Artikelgliederung
5

April

1. April: In Melbourne (Australien) fanden vom 17. März bis zum 1. April die zwölften Schwimmweltmeisterschaften statt. Mit 21 Gold-, 14 Silber- und fünf Bronzemedaillen gingen die USA als erfolgreichste Nation aus den Wettbewerben hervor, gefolgt von Russland (11–6–7) und Australien (9–7–10). Überragende Athleten waren der Amerikaner Michael Phelps, der sieben Goldmedaillen gewann und fünf Weltrekorde aufstellte, und die Australierin Lisbeth Lenton mit fünf WM-Titeln.

Der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Hans Filbinger, starb im Alter von 93 Jahren.

2. April: Ein Beben der Stärke 8,0 im südlichen Pazifik löste einen zehn Meter hohen Tsunami aus, der auf einigen Inseln der Salomonen schwere Schäden hinterließ.

8. April: Der amerikanische Künstler Sol LeWitt starb 78-jährig in New York.

11. April: Der amerikanische Schriftsteller Kurt Vonnegut starb im Alter von 84 Jahren in New York City.

21. April: In Nigeria gewann der Kandidat der Regierungspartei PDP, Umaru Yar’Adua, die von zahlreichen, gravierenden Unregelmäßigkeiten begleiteten Präsidentschaftswahlen.

23. April: Boris Jelzin, der erste frei gewählte Präsident Russlands (1991-2000), starb 76-jährig in Moskau.

27. April: Der russische Cellist Mstislaw Rostropowitsch starb 80-jährig in Moskau.

28. April: Der deutsche Physiker und Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker starb im Alter von 94 Jahren in Söcking bei Starnberg (Bayern).

29. April: Im Alter von 63 Jahren starb in Zagreb Ivica Račan, der Vorsitzende der kroatischen Sozialdemokratischen Partei und frühere Ministerpräsident Kroatiens.

6

Mai

2. Mai: Der US-Astronaut Walter Schirra starb im Alter von 84 Jahren in La Jolla (Kalifornien). Schirra war der einzige US-Astronaut, der im Rahmen der drei Raumfahrtprogramme Mercury, Gemini und Apollo ins All flog.

3. Mai: Die Drogenbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Sabine Bätzing, legte den Drogenbericht für das Jahr 2006 vor: Danach starben im vergangenen Jahr 1 296 Menschen an den unmittelbaren Folgen des Konsums illegaler Drogen. Die Zahl der Drogentoten ist in Deutschland seit 2000 rückläufig.

6. Mai: Die Stichwahl um das Präsidentenamt in Frankreich gewann mit gut 53 Prozent der Stimmen der Kandidat der bürgerlichen Regierungspartei UMP, Nicolas Sarkozy, gegen seine sozialistische Herausforderin Ségolène Royal. Zehn Tage später, am 16. Mai, löste Sarkozy Jacques Chirac im Amt des Staatspräsidenten ab.

8. Mai: Nach fast fünf Jahren der Direktregierung und zwei Monate nach den Wahlen zum Regionalparlament nahm in Nordirland wieder eine Regionalregierung unter Ian Paisley als Erstem Minister und Martin McGuinness als dessen Stellvertreter die Arbeit auf.

13. Mai: Bei der 71. Eishockey-Weltmeisterschaft, die vom 27. April bis zum 13. Mai in Russland ausgetragen wurde, gewann Kanada den Titel durch einen 4:2-Endspielsieg gegen Finnland. Im Spiel um den dritten Platz besiegte Russland Schweden mit 3:1 Toren.

Bei den Bürgerschaftswahlen in Bremen wurde die SPD unter Jens Böhrnsen mit 36,8 Prozent der Stimmen erneut stärkste Kraft, allerdings unter Verlusten; ebenso verlor der bisherige Koalitionspartner CDU und kam nur noch auf 25,7 Prozent. Zugewinne konnten Bündnis 90/Die Grünen verbuchen, die ihr bis dahin bestes Ergebnis in einem Bundesland erzielten, die FDP, die sich um vier Mandate auf nun fünf verbesserte, und die Linkspartei, die hier zum ersten Mal in einen westdeutschen Landtag einzog.

19. Mai: Der deutsche Schriftsteller und Übersetzer Hans Wollschläger starb 72-jährig in Bamberg.

Der VfB Stuttgart gewann zum fünften Mal in seiner Vereinsgeschichte die deutsche Fußballmeisterschaft. Auf Rang zwei der Bundesligatabelle, der ebenfalls für die Teilnahme an der Champions League berechtigt, kam Schalke 04. Der drittplatzierte SV Werder Bremen erreichte die Qualifikationsrunde für die Champions League. Die Ränge vier und fünf, die für den UEFA-Pokal berechtigen, belegten der FC Bayern München und Bayer Leverkusen.

20. Mai: In Timor-Leste trat der Friedensnobelpreisträger José Ramos-Horta als Nachfolger von Xanana Gusmão das Amt des Staatspräsidenten an, nachdem er sich bei den Wahlen klar hatte durchsetzen können.

Der US-amerikanische Biochemiker Stanley Lloyd Miller, der nachwies, dass aus einfachen anorganischen Substanzen komplexe organische Moleküle entstehen können, starb 77-jährig in National City (Kalifornien).

24. Mai: Aus den Parlamentswahlen in Irland ging die Fianna Fáil unter Bertie Ahern mit 78 der insgesamt 165 Mandate erneut als stärkste Partei hervor. Als erster Premierminister der Republik Irland hatte Ahern damit drei Wahlen in Folge gewonnen.

26. Mai: Im Endspiel um den DFB-Pokal besiegte der 1. FC Nürnberg den VfB Stuttgart mit 3:2 (2:2) nach Verlängerung. Bei den Frauen setzte sich der 1. FFC Frankfurt mit 5:2 (1:1/1:1) im Elfmeterschießen gegen den FCR Duisburg durch.

27. Mai: Mit der Vergabe der Preise endeten die 60. Filmfestspiele von Cannes. Für sein Abtreibungsdrama 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage wurde der rumänische Regisseur Cristian Mungiu mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

28. Mai: Der deutsche Maler und Bildhauer Jörg Immendorff starb im Alter von 61 Jahren in Düsseldorf.

30. Mai: Der französische Filmschauspieler und -regisseur Jean-Claude Brialy starb 74-jährig in Paris.

7

Juni

1. Juni: Auf der 59. Tagung der Internationalen Walfangkommission, die in Anchorage stattfand, scheiterte Japan erneut mit dem Antrag, den kommerziellen Walfang wieder zuzulassen.

2. Juni: Der deutsche Schriftsteller Wolfgang Hilbig starb im Alter von 65 Jahren in Berlin.

3. Juni: Der italienische Radprofi Danilo Di Luca vom Team Liquigas gewann den Giro d’Italia vor dem Luxemburger Andy Schleck und seinem Landsmann Eddy Mazzoleni.

4. Juni: Der britische Architekt Sir Richard Rogers wurde in London mit dem renommierten Pritzker-Preis ausgezeichnet.

8. Juni: In dem Ostseebad Heiligendamm hielten die Staats- und Regierungschefs der G8 – in diesem Jahr unter der Präsidentschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel – vom 6. bis 8. Juni ihr alljährliches Gipfeltreffen ab. Im Mittelpunkt standen die Themen Afrika, Klimaschutz und Energiepolitik. In Bezug auf Afrika sagten die G8-Staaten 60 Milliarden US-Dollar für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten, vor allem AIDS, Malaria und Tuberkulose zu sowie die Erfüllung der bereits 2005 zugesagten (und bisher nur in geringem Umfang verwirklichten) Hilfen, außerdem die Verdoppelung der Entwicklungshilfe bis 2010. Bei der Energie setzten die G8-Staaten auf eine Steigerung der Effizienz, aber auch auf den Ausbau alternativer Energiequellen sowie die Kernenergie (bei Letzterer wurde die Sonderrolle Deutschlands berücksichtigt). Für den Klimaschutz einigte man sich zumindest darauf, eine Halbierung der weltweiten Emission von Treibhausgasen bis 2050 „ernsthaft in Betracht” zu ziehen. Begleitet war der G8-Gipfel – wie auch schon die vorangegangenen Gipfel – von zahlreichen globalisierungskritischen Demonstrationen, wobei es auch zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften kam.

Der amerikanische Philosoph Richard Rorty starb 75-jährig in Palo Alto (Kalifornien).

9. Juni: Der senegalesische Schriftsteller und Filmregisseur Ousmane Sembène starb 84-jährig in Dakar.

Der deutsch-amerikanische Medienwissenschaftler und Kunstpsychologe Rudolf Arnheim starb im Alter von 102 Jahren in Ann Arbor (Michigan).

10. Juni: Bei den Parlamentswahlen in Belgien musste die regierende sozialliberale Koalition unter Ministerpräsident Guy Verhofstadt erhebliche Verluste hinnehmen und büßte ihre Mehrheit im Parlament ein. Stärkste Kraft wurden die flämischen Christdemokraten CD&V unter Yves Leterme, dem Ministerpräsidenten von Flandern.

Durch einen Finalsieg in vier Sätzen gegen den Schweizer Weltranglistenersten Roger Federer verteidigte der spanische Tennisprofi Rafael Nadal zum zweiten Mal in Folge seinen Titel bei den French Open in Paris. Bei den Frauen gewann die Belgierin Justine Henin nach 2003, 2005 und 2006 ihren vierten French-Open-Titel durch einen Zweisatzerfolg im Endspiel gegen die Serbin Ana Ivanović.

14. Juni: Der frühere UN-Generalsekretär (1972-1981) und österreichische Bundespräsident (1986-1992) Kurt Waldheim starb im Alter von 88 Jahren in Wien. Als Bundespräsident war er wegen seiner kurz vor Amtsantritt enthüllten Wehrmachtsvergangenheit außerordentlich umstritten.

22. Juni: Der deutsche Photograph Bernd Becher starb 75-jährig in Rostock.

26. Juni: Der deutsche Fußballtrainer Jupp Derwall, Bundestrainer der DFB-Auswahl von 1978 bis 1984, starb im Alter von 80 Jahren in Sankt Ingbert (Saarland).

27. Juni: Nach zehn Jahren im Amt trat in Großbritannien Tony Blair als Premierminister zurück und übergab das Amt an Gordon Brown. Drei Tage zuvor hatte er bereits den Parteivorsitz der Labour Party niedergelegt; auch hier war ihm Brown im Amt nachgefolgt.

8

Juli

1. Juli: Portugal übernahm turnusgemäß die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union.

2. Juli: Die amerikanische Sängerin Beverly Sills starb 78-jährig in New York City.

3. Juli: Die Schweizer Alinghi-Crew besiegte im Finale des America’s Cup in den Gewässern vor Valencia das Team New Zealand mit 5:2 und verteidigte damit seinen Titel bei dem traditionsreichen Segelwettbewerb für Hightechjachten.

8. Juli: Zum fünften Mal in Folge gewann der Schweizer Roger Federer das Tennisturnier in Wimbledon. Im Endspiel setzte er sich in fünf Sätzen (7:6, 4:6, 7:6, 2:6, 6:2) gegen den Spanier Rafael Nadal durch. Bei den Damen siegte die Amerikanerin Venus Williams im Finale gegen die Französin Marion Bartoli in zwei Sätzen (6:4, 6:1) und sicherte sich damit ihren vierten Einzeltitel in Wimbledon.

15. Juli: In Israel wurde der Friedensnobelpreisträger Shimon Peres im Amt des Staatspräsidenten vereidigt. Nach etwa einem halben Jahrhundert in der aktiven Politik war er im Monat zuvor in das oberste Staatsamt gewählt worden.

22. Juli: Die Parlamentswahlen in der Türkei gewann die seit 2002 regierende AKP unter Ministerpräsident Recep Erdoğan; mit 341 von insgesamt 550 Mandaten errang sie erneut eine klare absolute Mehrheit im Parlament.

23. Juli: Der frühere afghanische König (1933-1973) Mohammed Sahir Schah starb im Alter von 92 Jahren in Kabul.

Der britisch-ungarische Dramatiker, Regisseur und Schauspieler George Tabori starb 93-jährig in Berlin.

Der Chemienobelpreisträger von 1973, Ernst Otto Fischer, starb im Alter von 88 Jahren in München.

25. Juli: In Indien trat Pratibha Patil, eine Politikerin der Kongresspartei, das Amt der Staatspräsidentin an. Sie ist die erste Frau an der Staatsspitze in Indien.

29. Juli: Der französische Schauspieler Michel Serrault starb 79-jährig in Honfleur (Basse-Normandie).

Bei der 94. Tour de France, die vom 7. bis zum 29. Juli auf einer Gesamtdistanz von etwa 3 550 Kilometern in einem Prolog und 20 Etappen von London nach Paris führte, gewann der Spanier Alberto Contador vor dem Australier Cadel Evans und dem Amerikaner Levi Leipheimer. Das rot gepunktete Trikot des besten Bergfahrers ging an den Kolumbianer Mauricio Soler, das grüne Trikot für den besten Sprinter errang der Belgier Tom Boonen. Das amerikanische Discovery-Team gewann die Mannschaftswertung. Wiederum war die Tour de France von der Doping-Problematik überschattet.

30. Juli: Der schwedische Regisseur Ingmar Bergman, einer der großen Filmemacher des 20. Jahrhunderts, starb im Alter von 89 Jahren auf Fårö.

Der italienische Filmregisseur Michelangelo Antonioni, einer der renommiertesten Vertreter des europäischen Autorenfilms in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, starb 94-jährig in Rom.

9

August

9. August: Der deutsche Schriftsteller Ulrich Plenzdorf starb im Alter von 72 Jahren in einer Klinik bei Berlin.

15. August: Der amerikanische Jazzschlagzeuger Max Roach starb im Alter von 83 Jahren in New York.

24. August: Der deutsche Schauspieler Hansjörg Felmy starb im Alter von 76 Jahren in Eching bei Landshut (Bayern).

25. August: Der frühere französische Ministerpräsident Raymond Barre starb 83-jährig in Paris.

26. August: Der ehemalige Ministerpräsident von Luxemburg, Gaston Thorn, starb im Alter von 78 Jahren in der Stadt Luxemburg.

28. August: Der ehemalige Außenminister der Türkei, Abdullah Gül, wurde als Nachfolger von Ahmed Necdet Sezer zum Staatspräsidenten gewählt.

Der spanische Schriftsteller Francisco Umbral starb im Alter von 72 Jahren in Madrid.

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