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Unkrautgesellschaften

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Kleinblütiges KnopfkrautKleinblütiges Knopfkraut

Unkrautgesellschaften, Pflanzengesellschaften, die sich vorrangig dort ansiedeln, wo sie durch menschliche Kulturmaßnahmen begünstigt werden, in naturbelassenen Biotopen jedoch natürliche Florenelemente sind.

Von großer Bedeutung sind Unkräuter in der Landwirtschaft. Hier besiedeln sie aufgrund ihres schnellen Wachstums und ihrer Anpassungsfähigkeit die Äcker und Weiden, wo sie zu den Kulturpflanzen in Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser treten. Die auf Agrarflächen wachsenden Unkrautgesellschaften sind je nach Kulturpflanze, Bodenbeschaffenheit, Düngung und Wasserversorgung unterschiedlich zusammengesetzt. Auf Ackerflächen findet man die Gesellschaften der Ackerunkräuter, auf beweideten Wiesen diejenigen der Weideunkräuter. Weideunkräuter werden vom Vieh nicht gefressen, weil sie entweder Stacheln haben, den Tieren nicht schmecken oder giftig sind. Man bekämpft landwirtschaftliche Unkräuter entweder mechanisch oder mit Herbiziden.

Der auf die Kulturflächen aufgebrachte Dünger wird am Rand ausgewaschen. Dort wachsen dann Unkräuter, die nicht immer bekämpft werden und so genannte Ruderalgesellschaften (siehe Ruderalpflanzen) bilden. Solche Ruderalgesellschaften wachsen ebenfalls an Wegrändern, Bachufern, auf Schuttflächen, Müllplätzen und anderen nicht mehr kultivierten oder bearbeiteten Flächen. Auch in Gärten und Parkanlagen empfindet man Pflanzen, die sich unerwünscht ansiedeln, als Unkräuter. Dabei handelt es sich in den Fällen weniger um ein wirtschaftliches als viel mehr um ein ästhetisches Problem.

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