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Syrinx

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Syrinx, auch unterer Kehlkopf genannter Stimmapparat der meisten Vögel.

Als Organ der Lauterzeugung erfüllt die Syrinx die gleiche Funktion wie der obere Kehlkopf (Larynx) bei Menschen und Säugetieren, Reptilien und Amphibien. Zum Atmungsapparat der Vögel gehört zwar ebenfalls ein Larynx, er hat hier aber keine Stimmbänder und keinen Kehldeckel. Im Gegensatz zum Larynx befindet sich die Syrinx nicht im oberen Bereich der Luftröhre, sondern etwa dort, wo die Luftröhre sich in die beiden Bronchien verzweigt. Bei den meisten Vögeln sitzt sie genau im Verzweigungsbereich, bei manchen auch im untersten Teil der Luftröhre oder im oberen Abschnitt der Bronchien. Zu den wenigen Vögeln ohne Syrinx zählen Geier, Störche und Strauße.

In der Syrinx sind zwischen den verknöcherten Ringen der Luftröhre bzw. der Bronchien Membranen gespannt: die Paukenhäute. Der Luftstrom beim Atmen bringt sie zum Schwingen, so dass Töne erzeugt werden. Verändern lassen sie sich mit Hilfe von Muskeln, die an den Ringen ansetzen und die Membranen spannen oder lockern; dazu tragen auch Luftdruckänderungen in einem die Syrinx umgebenden Luftsack bei. Die Syrinxmuskulatur ist im Vergleich mit Muskeln, die Bewegungen kontrollieren, 10 bis 100 Mal schneller.

Der Bau der Syrinx, insbesondere die Zahl der daran ansetzenden Muskeln, ist in der Systematik ein Unterscheidungskriterium: Daraus lässt sich z. B. ableiten, dass Krähen zu den Singvögeln gehören, Papageien dagegen nicht. Singvögel haben an der Syrinx vier bis neun Muskelpaare, die ihnen zu außergewöhnlichen Gesangsleistungen verhelfen. Andere Vögel haben nur ein bis drei Muskelpaare. Papageien verändern die in der Syrinx erzeugten Laute mit Hilfe ihrer Zunge, vermutlich können sie deshalb auch menschliche Sprachlaute imitieren.

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