Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Blastozyste

Windows Live® Suchergebnisse

  • Blastozyste – Wikipedia

    Die Blastozyste (gr.: blastos = Spross, Keim; kystis = Blase bzw. Keimbläschen) ist bei den meisten Säugetieren (Beutelsäuger und Höhere Säugetiere) jenes Entwicklungsstadium ...

  • Blastozyste - DocCheck-Flexikon

    von griechisch: blastos - Spross, Keim; kystis - Blase Englisch: blastocyst. Definition [bearbeiten] Die Blastozyste ist ein Stadium der Embryogenese, das durch die Ausbildung ...

  • KiWuWiki : Blastozyste

    Die Blastozyste – von griech.: blastos (Sproß, Keim) und kystis (Blase), auch als Keimbläschen bezeichnet – ist jenes Entwicklungsstadium der Embryoentwicklung, die ...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Blastozyste

Enzyklopädieartikel

Blastozyste, frühes Stadium der Embryonalentwicklung von Säugetieren, in dem der Zellhaufen, aus dem später der Embryo entsteht, die Form einer Hohlkugel hat.

Die Blastozyste bildet sich wenige Tage nach der Befruchtung; beim Menschen etwa am dritten Tag danach bzw. am vierten Tag nach dem Eisprung. Zu diesem Zeitpunkt wandert der spätere Embryo durch den Eileiter zur Gebärmutter und nistet sich dort eine Woche bis zehn Tage nach der Befruchtung in die Schleimhaut ein (Nidation). Während der Wanderung durch den Eileiter finden laufend Zellteilungen statt (siehe Mitose). So entsteht aus dem ursprünglich kompakten Zellhaufen, der Morula, durch Zellumlagerung eine hohle, flüssigkeitsgefüllte Kugel: die Blastozyste.

Eine Blastozyste besteht zunächst aus mehreren hundert Zellen. Sie sind umgeben von einer als Zona pellucida bezeichneten Hülle, der ehemaligen Eihülle bzw. Hülle der Zygote. Im Inneren der Blastozyste, auf einer Randseite, entwickelt sich nach der Nidation aus einer Zellmasse (Embryoblast oder Embryonalknoten) der Embryo. Die äußere, kugelbildende Zellschicht (Trophoblast) der Blastozyste dient der Auflösung der Zona pellucida vor der Nidation und bildet danach einen Teil der Plazenta sowie die äußere Embryonalhülle (Chorion). Nur Säugetiere zeigen eine solche Aufteilung in einen Embryoblasten und einen Trophoblasten. Bei anderen Tieren wird das Stadium in der Embryonalentwicklung, das der Blastozyste entspricht, als Blastula bezeichnet.

Blastozysten sind in der Forschung an embryonalen Stammzellen und in der Klonforschung von großer Bedeutung. Während des Blastozystenstadiums enthält der Embryo pluripotente Stammzellen, die sich noch zu verschiedenen Geweben des Organismus entwickeln können (siehe Gewebezüchtung). Diejenigen Zellen, aus denen später die Keimzellen werden, sind sogar totipotent, d. h., sie können sich noch zu einem vollständigen Organismus entwickeln. Mit fortschreitender Differenzierung (siehe Entwicklungsbiologie) gehen den meisten Zellen des Embryos diese Eigenschaften verloren.

Die Zucht von menschlichen Blastozysten zu Forschungszwecken verbietet in Deutschland das Embryonenschutzgesetz. In der Rinderzucht werden dem Spendertier während des Blastozystenstadiums künftige Embryonen für einen Embryotransfer entnommen.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft