Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Felipe Calderón

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Felipe Calderón

Enzyklopädieartikel

Felipe Calderón (*1962), mexikanischer Politiker, Staatspräsident von Mexiko (seit 2006).

Felipe Calderón wurde am 18. August 1962 in Morelia im Bundesstaat Michoacán im Westen von Mexiko geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre am Instituto Tecnológico Autónomo de México (ITAM). Bereits mit 18 Jahren war er dem Partido Acción Nacional (PAN) beigetreten, den seit Vater Luis Calderón als Abspaltung vom und Gegengewicht zum seit 1929 allein regierenden Partido Revolucionario Institucional (PRI) gegründet hatte. Zum politischen Mentor Calderóns wurde Carlos Castillo; der einflussreiche Parteiideologe sorgte dafür, dass Calderón nach einer kurzen Karriere im Stadtrat von Mexiko-Stadt und als Deputierter auf Landesebene 1993 zum PAN-Generalsekretär und drei Jahre später zum Parteivorsitzenden aufstieg.

In der entscheidenden Phase des Machtkampfes mit dem PRI gab Calderón 1999 seinen Posten überraschend auf, um ein gut einjähriges Aufbaustudium in Verwaltungswesen an der John F. Kennedy School of Government der Universität Harvard in den USA zu absolvieren. Zurück in Mexiko, kandidierte Calderón erfolgreich bei den Parlamentswahlen und übernahm Anfang 2001 den Vorsitz der PAN-Fraktion in der Nationalversammlung. 2004 wurde er von Präsident Vicente Fox für kurze Zeit zum Energieminister berufen. Bei der Wahl eines Kandidaten für dessen Nachfolge setzte sich Calderón 2005 in einer parteiinternen Kampfabstimmung gegen den Favoriten von Fox, den ehemaligen Innenminister Santiago Creel, durch.

Mit einem wirtschaftsliberalistischen Programm, das zur Überwindung der sozialen Missstände – 45 Millionen Mexikaner leben in Armut – auf die Selbstheilungskräfte des Marktes setzt, trat Calderón bei den Präsidentschaftswahlen am 2. Juli 2006 an und setzte sich knapp gegen Andrés Manuel López Obrador, den Kandidaten des sozialdemokratischen Partido de la Revolución Democrática (PRD), durch. Aufgrund des knappen Vorsprungs von nicht einmal einem Prozentpunkt warfen Obrador und seine Anhänger Calderón Wahlfälschung vor und machten in wochenlangen Massendemonstrationen ihrem Protest gegen das Wahlergebnis Luft. Anfang September erklärte ein von der Opposition angerufenes Gericht Calderón zum rechtmäßig gewählten Präsidenten, was den unterlegenen Obrador nicht davon abhielt, wenige Tage vor Calderóns offizieller Amtseinführung am 1. Dezember 2006 selbst den Amtseid abzulegen und eine Gegenregierung auszurufen.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft