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Windows Live® Suchergebnisse HuminsäurenEnzyklopädieartikel
Huminsäuren, stickstoffreiche amorphe, hochpolymere organische Sphärokolloide mit verschiedener chemischer Zusammensetzung und unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften. Sie entstehen vorwiegend durch Zersetzungsprozesse und sind ein wichtiger Bestandteil von Böden. Die braun bis schwarz gefärbten Huminsäuren kommen im Humus schwach saurer bis neutraler, nährstoffreicher Böden vor, wo sie durch die Zersetzung abgestorbener Pflanzenteile entstehen. Für die chemischen Vorgänge in Böden ist vor allem ihre Fähigkeit zum Ionenaustausch wichtig. Außerdem vermögen sie basische Stickstoffverbindungen an sich zu binden und tragen im Boden erheblich zur Adsorption von Nährstoffen sowie zum Wasserhaltevermögen bei. Huminsäuren gehören mit den Fulvosäuren und den Huminen zur Gruppe der Huminstoffe; die Unterschiede zwischen ihnen sind fließend. Ihre Moleküle sind im Prinzip dreidimensional vernetzte, durch Brücken miteinander verbundene, zum Teil aromatische Fünfer- oder Sechserringe, die reaktionsfähige Seitengruppen tragen und verschiedene Verknüpfungen eingehen können. Die molaren Massen (siehe Molekulargewicht) dieser Makromoleküle liegen etwa zwischen 2 000 und 300 000 Gramm pro Mol. Die Huminsäuren werden weiter in Hymatomelansäuren, Braun- und Grauhuminsäuren unterteilt. Ihre Metallverbindungen werden auch Humate genannt.
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