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Ban Ki-moon

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Ban Ki-moonBan Ki-moon

Ban Ki-moon (*1944), südkoreanischer Diplomat und Politiker, Außenminister von Südkorea (2004-2006), Generalsekretär der Vereinten Nationen (seit 2007).

Ban Ki-moon wurde am 13. Juni 1944 in Cheongju (Südkorea) geboren. Er studierte Internationale Beziehungen an der National University in Seoul (Abschluss 1970) und graduierte 1985 zusätzlich an der John F. Kennedy School of Government der Harvard University (USA) zum Master in Öffentlicher Verwaltung. Seit Abschluss seines Studiums in Seoul war Ban im diplomatischen Dienst seines Landes tätig, u. a. in der Abteilung Vereinte Nationen des südkoreanischen Außenministeriums, als erster Sekretär der südkoreanischen Vertretung bei den Vereinten Nationen (1978-1980) sowie als Leiter der Abteilung Vereinte Nationen im südkoreanischen Außenministerium (1980-1983); in all diesen Funktionen bereitete er den Beitritt seines Landes zu den Vereinten Nationen (UN) 1991 mit vor.

Es folgten u. a. der Posten des Generaldirektors für amerikanische Angelegenheiten im südkoreanischen Außenministerium (1990-1992) und anschließend das Amt des Botschafters in den USA, ehe er 1995 als stellvertretender Minister in die Regierung von Kim Young Sam eintrat und 1996 dessen Sicherheitsberater wurde. Von 1998 bis 2000 war Ban Botschafter in Österreich, dann für kurze Zeit stellvertretender Außenminister und 2001/02 Botschafter bei den Vereinten Nationen, als der er zugleich das Büro des Vorsitzenden der Generalversammlung, des Südkoreaners Han Seung-soo, leitete. 2003 wurde Ban außenpolitischer Berater von Präsident Roh Moo-hyun, der ihn im Januar 2004 nach dem Rücktritt des bisherigen Amtsinhabers zum neuen Außen- und Handelsminister berief. In dieser Funktion unterstützte Ban – wie bereits in seinen früheren Tätigkeiten – nachdrücklich die Politik des Ausgleichs gegenüber Nordkorea, die so genannte „Sonnenscheinpolitik”; u. a. nahm er an den Sechs-Staaten-Verhandlungen über das nordkoreanische Atomprogramm teil.

Im Februar 2006 meldete Ban seine Kandidatur für die Nachfolge des Ende 2006 aus dem Amt scheidenden Kofi Annan im Amt des Generalsekretärs der Vereinten Nationen an. Unterstützung fand er bei den fünf Vetomächten im UN-Sicherheitsrat, weil bzw. in manchen Fällen obwohl er aus seiner engen Anlehnung an die USA keinen Hehl machte. Nach der Empfehlung durch den Sicherheitsrat für Ban Ki-moon wählte ihn am 13. Oktober 2006 die Generalversammlung formell zum UN-Generalsekretär, und am 1. Januar 2007 trat Ban sein neues Amt an. Als eine seiner wichtigsten Aufgaben bezeichnete er die Reform der schwerfälligen Strukturen der Vereinten Nationen, um ein schnelleres und effizienteres Eingreifen in Krisenfällen zu gewährleisten.

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