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Windows Live® Suchergebnisse Erwin HuberEnzyklopädieartikel
Erwin Huber (*1946), deutscher Politiker (CSU), Bayerischer Staatsminister in verschiedenen Funktionen (seit 1994), Vorsitzender der CSU (seit 2007). Erwin Huber wurde am 26. Juli 1946 in Reisbach (Niederbayern) geboren und entstammt einfachen Verhältnissen. Nach Abschluss der Realschule 1963 durchlief er eine Ausbildung zum Steuerbeamten und war zunächst in verschiedenen Finanzämtern, ab 1970 im Bayerischen Finanzministerium tätig. Daneben erwarb er auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur und absolvierte in München ein Studium der Volkswirtschaftslehre (1973-1978). Seine Laufbahn in der Partei begann 1967 mit dem Kreisvorsitz der Jungen Union (JU), der Jugendorganisation der CSU; in den folgenden Jahren stieg er zunächst in der JU, dann in der Partei auf und war schließlich ab 1993 Vorsitzender des wichtigen Bezirks Niederbayern. 1987 bestimmte ihn der CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß zum stellvertretenden Generalsekretär, und unter Strauß’ Nachfolger Theo Waigel amtierte er ab 1988 als Generalsekretär der CSU, bis ihn Ministerpräsident Edmund Stoiber 1994 zum Leiter der Staatskanzlei berief. Mit Ausnahme der Jahre 1995 bis 1998, als er bayerischer Finanzminister war, leitete Huber bis 2005 als Staatsminister die Staatskanzlei; ab 2003 war er zugleich Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Verwaltungsreform. 2005 wechselte er an die Spitze des Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Seit 1978 ist Huber zudem Mitglied des Bayerischen Landtags. Während 2005, als Stoiber als „Superminister” in die schwarz-rote Bundesregierung eintreten sollte, sich am Ende aber für seinen Verbleib in Bayern entschied, Huber und Günther Beckstein noch um die Nachfolge Stoibers an der Spitze von Partei und Landesregierung rivalisierten, kooperierten sie, als Stoiber im Januar 2007 seinen Rücktritt ankündigte (an dem Huber übrigens, obwohl loyaler Stoiber-Parteigänger, nicht unbeteiligt war): Huber und Beckstein einigten sich nun mit weitgehendem Rückhalt in der Partei auf eine Aufteilung der Macht: für Beckstein das Amt des Ministerpräsidenten, für Huber der Parteivorsitz. Auf dem Parteitag der CSU am 28./29. September 2007 wurde Huber erwartungsgemäß zum Vorsitzenden gewählt, obwohl mit Horst Seehofer zum ersten Mal seit 1955 bei der Wahl des Parteivorsitzenden auch ein ernst zu nehmender zweiter Kandidat zur Wahl stand. Programmatisch setzte Huber in seinem neuen Amt auf Kontinuität; im Führungsstil stellte er jedoch eine Abkehr von der wenig transparenten und demokratischen Art Stoibers in Aussicht.
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