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Tim Burton, eigentlich Timothy Burton, (*1958), amerikanischer Filmregisseur und Produzent. Große kommerzielle Erfolge gelangen ihm mit der Comic-Adaption Batman (1988/89; Batman) und der Sciencefictionparodie Mars Attacks! (1996; Mars Attacks!). Burton wurde am 25. August 1958 in Burbank (Kalifornien) geboren. Bereits in seiner Jugend zeigte er starkes Interesse für Animations- und Horrorfilme, und er betätigte sich als Cartoon-Zeichner. Sein Talent brachte ihm ein Disney-Stipendium für Trickfilm am California Institute of Arts, das schließlich zu einem Engagement als Zeichner bei den Disney-Studios führte. Abweichend von der konventionellen Ästhetik der Disney-Produktionen realisierte er eigene Projekte, die einen individuellen Stil erkennen lassen, wie Vincent (1982), eine Hommage an Vincent Price, und Frankenweenie (1984), eine parodistische Verarbeitung des Frankensteinstoffes. Diese Arbeiten erweckten das Interesse des Komikers und Schauspielers Paul Reubens, der Burton daraufhin als Regisseur für die kommerziell erfolgreiche Komödie Pee-Wee’s Big Adventure (1985; Pee-Wees’s irre Abenteuer) verpflichtete. In der Horrorkomödie Beetlejuice (1988; Beetlejuice) zeigte Burton seine Begabung für abseitig-makabre Visionen und die Darstellung extremer Charaktere. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit dem Fantasy-Film Batman (1988/89; Batman), einer Adaption des bekannten Comics aus den vierziger Jahren, in dem Michael Keaton, Jack Nicholson und Kim Basinger mitwirkten. Es folgten Edward Scissorhands (1990; Edward mit den Scherenhänden, mit Johnny Depp und Winona Ryder), ein Horrormärchen über das bizarr-traurige Schicksal eines künstlichen Menschen, der, wegen des vorzeitigen Todes seines Schöpfers nicht vollendet, Scheren statt Hände besitzt, und Batman Returns (1992; Batmans Rückkehr), eine düstere Fortsetzung des Vorgängerfilms, in der Burton seine persönlichen ästhetischen Vorlieben besser verwirklichen konnte. Die Tragikomödie Ed Wood (1994; Ed Wood) ist eine einfühlsame Hommage an Edward D. Wood jr., einen B-Picture-Regisseur der fünfziger Jahre, den „schlechtesten Regisseur der Welt”, verkörpert von Johnny Depp. In der Sciencefictionkomödie Mars Attacks! (1996; Mars Attacks!), einer Parodie auf einschlägige Filme der fünfziger Jahre oder Roland Emmerichs Independence Day (1995; Independence Day), erzählt Burton mit grimmigem Humor die Geschichte einer Invasion der Erde durch Marsmenschen. Sleepy Hollow (1999; Sleepy Hollow, nach Washington Irvings Kurzgeschichte The Legend of Sleepy Hollow) ist eine ironisch-spielerische, bildkräftige Horrorgeschichte mit Referenz auf die britischen Gruselproduktionen der fünfziger Jahre und die Gothic Novel der englischen Literatur. Burtons ambitionierter Sciencefictionfilm Planet of the Apes (2001; Planet der Affen), ein Remake des Klassikers von Franklin J. Schaffner aus dem Jahr 1968, setzt thematisch andere Schwerpunkte als das Original und erreicht nicht dessen Qualität. In Big Fish (2003; Big Fish), einem opulenten, mit surrealen Elementen angereicherten Werk, pflegt Burton einen spielerischen Umgang mit Phantasie und Wirklichkeit. Die träumerische Geschichte einer schwierigen Vater-Sohn-Beziehung ist eine Hommage an die verführerische Kraft des Erzählens und der Imagination. Nach einem Kinderbuchklassiker von Roald Dahl entstand Charlie and the Chocolate Factory (2005; Charlie und die Schokoladenfabrik), eine didaktisch aufbereitete Horrorphantasie, die mit der Grausamkeit der Märchenwelt spielt. In dem morbiden Puppentrickfilm Tim Burton’s Corpse Bride (2005; Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche), eine Genremixtur aus Horrorfilm, Musical und Komödie, bebildert der Regisseur einmal mehr seine infantil-skurrilen Traumwelten. Daneben produzierte Burton die Kinderfilme Tim Burton’s Nightmare Before Christmas (1993; Nightmare Before Christmas) und James and the Giant Peach (1996; James und der Riesenpfirsich).
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