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Windows Live® Suchergebnisse BohriumEnzyklopädieartikel
Bohrium, chemisches Symbol Bh, zu den Transactinoiden zählendes chemisches Element mit der Ordnungszahl 107. Bohrium kommt nicht in der Natur vor, ist also nur auf künstlichem Weg zugänglich. Über die physikalischen und chemischen Eigenschaften ist noch wenig bekannt, da bislang nur geringste Mengen dieses Elements hergestellt wurden. Zurzeit sind drei kurzlebige und radioaktive Isotope mit Massenzahlen von 261 bis 267 bekannt: 261Bh (Halbwertszeit: 11,8 Millisekunden), 262Bh (Halbwertszeit: 102 Millisekunden) und 264Bh (Halbwertszeit: 0,44 Sekunden), 267Bh (Halbwertszeit: um 20 Sekunden). Die Entdeckung und erstmalige Erzeugung des Elements 107 gelang den deutschen Forschergruppen um Peter Armbruster und Gottfried Münzenberg 1981 (beide Gesellschaft für Schwerionenforschung, Darmstadt). Die Wissenschaftler gaben an, dass das Element 107 beim Beschuss von Bismutfolie mit beschleunigten Chrom-54-Kernen entsteht: 209Bi + 54Cr → 263Bh → 262Bh + 1n. Das Darmstädter Forschungsteam schlug den Namen Nielsbohrium für das neue Element vor. Im August 1997 legte die IUPAC den Namen des Elements 107 auf Bohrium fest. Einem internationalen Forscherteam am Paul-Scherrer-Institut (Universität Bern) gelang 1999 erstmals eine Bohriumverbindung mit dem Isotop 267Bh zu synthetisieren. Die beobachteten thermochemischen Eigenschaften dieses BhClO3 waren durchaus mit den Eigenschaften von Technetium- und Rheniumverbindungen vergleichbar.
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