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Windows Live® Suchergebnisse OktettregelEnzyklopädieartikel
Oktettregel (von lateinisch octo: acht), erstmals von dem deutschen Physiker Walther Ludwig Kossel (1888-1956) aufgestellte Regel, die das Bestreben eines isolierten Atoms bzw. eines Atoms im Molekül beschreibt, seine äußerste Elektronenschale mit acht Elektronen zu besetzen. Eine derartige Elektronenkonfiguration zeichnet sich durch hohe Stabilität aus und entspricht der Konfiguration, die man bei Edelgasen antrifft.
Kossel untersuchte um 1916 Ionenkristalle mit Hilfe von Röntgenstrahlen und führte die Stabilität von Ionen auf das Anstreben der Edelgaskonfiguration zurück. Dazu das Beispiel Natriumchlorid: Natrium besitzt die Elektronenkonfiguration (als Formel)
Kossels Konzept diente den amerikanischen Physikochemikern Gilbert N. Lewis und Irving Langmuir als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines Bindungsmodells (siehe chemische Bindung). Obwohl seit langem auch Abweichungen von der Oktettregel bekannt geworden sind, findet diese Regel in manchen Fällen dennoch Anwendung – häufig zur qualitativen Beschreibung chemischer Bindungsverhältnisse.
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