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Rutherfordium ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 104, es zählt zu den Transactinoiden. Alle sieben bekannten Isotope des Rutherfordiums sind radioaktiv. - Rutherfordium
Halbwertszeit für Rf-265: 13 Stunden Rutherfordium ist stark radioaktiv und seine Isotope besitzen kurze Halbwertszeiten, daher sind seine Eigenschaften wenig bekannt. - Rutherfordium
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Rutherfordium
Enzyklopädieartikel
Rutherfordium, chemisches Symbol Rf, zu den Transactinoiden zählendes chemisches Element mit der Ordnungszahl 104.
Rutherfordium kommt in der Natur nicht vor, ist also nur auf künstlichem Weg zugänglich. Über die physikalischen und chemischen Eigenschaften ist noch wenig bekannt, da bislang nur geringste Mengen dieses Elements hergestellt wurden. Zurzeit sind neun verschiedene kurzlebige Isotope mit Massenzahlen von 254 bis 262 bekannt, z. B. 260Rf (Halbwertszeit: 80 Millisekunden), 257Rf (Halbwertszeit: 4,3 Sekunden) und 261Rf (Halbwertszeit: 65 Sekunden).
Der Name dieses Elements war lange Zeit umstritten. Als erster Forschergruppe gelang es 1964 dem russischen Team um Georgy Flerov (Kurtschatow-Institut Dubna, bei Moskau) durch den Beschuss von Plutonium mit beschleunigten Neonionen, das neue Element zu erzeugen:
Das Team gab dem Element den Namen Kurtschatovium, zu Ehren des russischen Physikers Igor Kurtschatow, der u. a. an der Entdeckung der Kernisomerie künstlicher radioaktiver Elemente (1935) beteiligt war. 1969 gab ein amerikanisches Team um Albert Ghiorso (Lawrence-Berkeley-Laboratorium, Kalifornien) bekannt, zwei Isotope des Elements 104 durch Beschuss von Californium mit Kohlenstoffkernen sowie ein weiteres durch Beschuss von Curium mit Sauerstoffkernen gewonnen zu haben:
Die Amerikaner versuchten ebenfalls, das Experiment des russischen Teams zu wiederholen, jedoch ohne Erfolg. Sie gaben dem neuen Element zu Ehren Ernest Rutherfords den Namen Rutherfordium. Die IUPAC empfahl auf Grund des Namensstreites, das Element zunächst als Eka-Hafnium bzw. als Unnilquadium zu bezeichnen. Im August 1997 legte die IUPAC den Namen des Elements 104 schließlich auf Rutherfordium fest.
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