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  • Angkor – Wikipedia

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  • Angkor Wat - Wikipedia, the free encyclopedia

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Angkor Wat und Angkor Thom

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Tempel von Angkor Wat in KambodschaTempel von Angkor Wat in Kambodscha

Angkor Wat und Angkor Thom, Tempelanlagen in Angkor, der alten Hauptstadt des Khmer-Königreiches in Kambodscha, die zum Großteil in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts n. Chr. erbaut wurden.

Der erste Bauabschnitt aus dem 10. und 11. Jahrhundert war ursprünglich Vishnu geweiht und wurde wenig später in einen buddhistischen Tempel umgewandelt. Die Khmer-Könige hatten die südindische buddhistische Auffassung von einem Gottkönig angenommen und bauten deshalb ihre Tempel als Mikrokosmen, die den Meru, den hinduistischen Kosmosberg nachahmten, wobei der König die Gottheit des Mikrokosmos war und jeder König seinen eigenen Tempel baute. Diese Tradition fand ihren Höhepunkt im Grabtempel Angkor Wat, der unter König Suryavarman II. (Regierungszeit 1113-1150) erbaut wurde. Er wollte sich selbst als die Inkarnation von Vishnu darstellen.

Der Tempel Angkor Wat hat eine Fläche von etwa 850 × 1 000 Metern und ist eine nach Westen ausgerichtete, geradlinige Steinkonstruktion, die aus drei konzentrischen Ummauerungen besteht, die von Gräben umgeben sind, welche den Ozean um den „Weltberg” symbolisieren. Im Zentrum liegt ein Tempelgebäude, mit fünf Türmen in Form von Lotusblüten, die die fünf Gipfel des Meruberges darstellen (vier sind zerstört). Reich verzierte Reliefskulpturen, die früher bemalt und vergoldet waren, verzieren die Fassaden und beschreiben die Heldentaten Vishnus. Die gewaltige Anstrengung, die zur Errichtung von Angkor Wat nötig war, hat vielleicht zum Untergang der Khmerkultur beigetragen, die von der Invasion des Champa-Reiches bedroht war, was den Glauben an die beschützenden, alten Hindugottheiten geschwächt haben könnte.

König Jayavarman VII. (Regierungszeit 1181-1219), der die Champa stürzte, war ein Mahayana-Buddhist und sein Denkmal in Angkor Thom sollte Angkor Wat noch übertreffen. Die quadratische und von Gräben umgebene Ummauerung, mit etwa vier Kilometer Seitenlänge und 90 Meter breiten Gräben, wurde nördlich von Angkor Wat errichtet und hatte entsprechend der buddhistischen Kosmologie im Zentrum eine gewaltige abgegrenzte Tempelanlage (Bayon) mit fünf Türmen. Das riesenhafte Gesicht auf dem Bayon stellt den allgegenwärtigen Buddha und den König dar. Spätere Herrscher veränderten die Bauten, indem sie ihr eigenes Abbild hinzufügten und die bestehenden Gesichtsdarstellungen entfernen ließen. Der Brauch der Khmer, zu dekorativen Zwecken senkrechte Fugen im Mauerwerk aneinander zu reihen, trug ebenfalls zu dem heutigen schlechten Erhaltungszustand bei. Nach der Plünderung von Angkor während der Thai-Invasion 1431 diente Angkor Wat noch als Pilgerort für Buddhisten.

Professionell organisierte Plünderungen und die auch nach dem Bürgerkrieg (1970-1978) lang andauernde unsichere politische Lage in Kambodscha haben ebenso wie die jährlich wiederkehrenden, heftigen Monsunregenfälle zu einem raschen Verfall der Monumente geführt. Als Ergebnis einer politischen Stabilisierung, die sich nicht zuletzt in den demokratischen Wahlen vom Mai 1993 äußerte, konnten die internationalen Bemühungen um eine Restaurierung der Tempelanlagen wieder aufgenommen werden. 1994 wurde Angkor Wat von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt.

Im Februar 1998 gelang es Archäologen mit Hilfe von Radarkarten der NASA, bislang unbekannte prähistorische Hügel und Tempelruinen der alten Stadt Angkor aufzuspüren. Die Funde umfassen „eine Reihe kreisförmiger prähistorischer Hügel und bislang unbekannter Tempel weit nordwestlich von Angkor”, teilte Elizabeth Moore, Archäologin an der University of London, mit, die 1997 eine Expedition nach Angkor geleitet hatte. Eine der Entdeckungen, ein kleiner Hügel an der Peripherie des Angkor Wat, lässt vermuten, dass das Gebiet der Anlage bereits Jahrhunderte früher besiedelt wurde als bislang angenommen.

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