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Datuk Seri Mahathir ibn Mohammed

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Mahathir ibn MohammedMahathir ibn Mohammed

Datuk Seri Mahathir ibn Mohammed (*1925), Ministerpräsident von Malaysia (1981-2003).

Mahathir wurde am 20. Dezember 1925 in Alor Star geboren, der Hauptstadt des nordwestlichen Bundesstaates Kedah, studierte ab 1947 in Singapur Medizin und schloss sich 1946 der neu gegründeten United Malays National Organization (UMNO) an. Nach seinem Studium ließ sich Mahathir als praktischer Arzt auf der Insel Langkani nieder. Von 1964 bis 1969 war Mahathir Abgeordneter; 1969 wurde er wegen seiner Kritik an Premierminister Abd ar-Rahman Putra aus der UMNO ausgeschlossen.

1972 rehabilitiert, erhielt Mahathir 1973 einen Senatorenposten, den er aber wenig später wieder aufgab, um bei den Wahlen von 1974 zu kandidieren. Er wurde ins Parlament gewählt, zum Erziehungsminister ernannt und 1976 zusätzlich zum stellvertretenden Ministerpräsidenten. 1978 wechselte er ins Ministerium für Handel und Industrie und warb auf zahlreichen Auslandsreisen für Investitionen. 1975 wurde Mahathir zu einem der drei stellvertretenden Vorsitzenden der UMNO gewählt und 1981 zum Vorsitzenden der Partei. Nach dem Rücktritt von Datuk Hussein Onn 1981 wurde Mahathir Ministerpräsident, und unter seiner Führung errang die Koalitionsregierung der Nationalen Front, in der die UMNO die stärkste Fraktion stellte, deutliche Siege bei den Wahlen von 1982, 1986, 1990 und 1995. In seiner Funktion als Ministerpräsident engagierte sich Mahathir in der Association of South-East Asian Nations (ASEAN), der Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) und im Commonwealth. International machte er als Verfechter der Blockfreiheit und als Fürsprecher des „Südens” von sich reden.

Im September 1998 entließ Mahathir seinen Stellvertreter und potentiellen Nachfolger, den Finanzminister Anwar Ibrahim; Grund waren zunehmende Differenzen in Bezug auf die Überwindung der schweren Wirtschaftskrise (siehe Asienkrise), die auch Malaysia erfasst hatte. Wenig später wurde Anwar verhaftet und wegen angeblicher sexueller Vergehen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Entlassung, Verhaftung und Verurteilung lösten eine breite Oppositions- und Protestbewegung gegen die Regierung Mahathir aus und führten dazu, dass sich erstmals mehrere Oppositionsparteien zu einem Wahlbündnis, der „Alternativen Front” zusammenschlossen. Aus den Parlamentswahlen im November 1999, die notwendig geworden waren, nachdem Mahathir kurz zuvor das Parlament aufgelöst hatte, ging jedoch erneut Mahathirs Regierungskoalition mit einer klaren Zweidrittelmehrheit hervor, büßte jedoch gegenüber 1995 an Stimmen ein.

Auf dem Parteikongress der UMNO im Juni 2002 kündigte Mahathir überraschend seinen Rücktritt von allen Ämtern an, ließ sich jedoch von seinen völlig konsternierten Parteifreunden rasch umstimmen und sicherte zu, bis Oktober 2003 im Amt zu bleiben. Bis dahin wolle er einen geordneten Übergang der Macht an seinen derzeitigen Stellvertreter Abdullah Ahmad Badawi in die Wege leiten. Am 31. Oktober 2003 übergab Mahathir wie geplant das Amt des Ministerpräsidenten an Badawi. Während seiner 22-jährigen Regierungszeit hatte Mahathir entscheidend zur Entwicklung Malaysias zu einem modernen Staat und einer der wohlhabendsten Wirtschaftsmächte in Südostasien beigetragen und für relativ stabile Verhältnisse im Inneren gesorgt, dabei aber auch einen autokratischen Führungsstil gepflegt. Insbesondere bei den Blockfreien und in der Dritten Welt hatte er sich auch großes Ansehen durch seine Kritik an den westlichen Industrienationen, an Globalisierung und Neokolonialismus erworben.

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