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Windows Live® Suchergebnisse Anton Raphael MengsEnzyklopädieartikel
Anton Raphael Mengs (1728-1779), deutscher Maler und Kunstschriftsteller, bedeutender Vertreter eines eklektischen Klassizismus, der besonders als Porträtist herausragte. Mengs wurde am 22. März 1728 in Aussig (Böhmen) geboren und wuchs in Dresden auf, wo sein Vater Ismael (1688-1764) Hofmaler war. Während der vierziger Jahre unternahm er zwei Reisen nach Rom, wo er die Kunst der Antike, der Renaissance und des Barock studierte. Hier kam er auch mit der Freskenkunst Raffaels in Berührung. 1746 erhielt Mengs selbst das Amt des Hofmalers von August III. in Dresden. Darauf folgten längere Aufenthalte in Rom, Neapel und Madrid, wo Mengs 1761 Hofmaler Karls III. wurde. Er starb am 29. Juni 1779 in Rom. Mengs’ Frühwerk besteht vor allem aus Porträtgemälden, die in der Tradition des Spätbarock stehen. Darüber hinaus malte er Altarbilder und Fresken, die Raffael und Correggio verpflichtet sind. Unter dem Einfluss von Johann Joachim Winckelmann, den er in seiner Eigenschaft als Direktor der Accademia Capitolina in Rom kennen lernte und den er auch porträtierte (um 1760), orientierte sich Mengs zunehmend an klassischen Idealen. Beispielhaft dafür ist das Fresko Der Parnass (1761) in der Villa Albani in Rom. Danach folgten Fresken in den Königsschlössern von Madrid und Aranjuez sowie in der Camera dei Papiri im Vatikan (zwischen 1762 und 1775). Gleichzeitig entwickelte sich Mengs zum bedeutenden Porträtkünstler, wie etwa an seinem Selbstporträt aus dem Jahr 1774 deutlich wird. Mengs’ strenger Klassizismus beeinflusste eine ganze Generation von Malern nachdrücklich.
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