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Mikroökonomik

Enzyklopädieartikel

Mikroökonomik, Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaft, das das Verhalten kleiner Wirtschaftseinheiten untersucht, z. B. einzelner Haushalte und Unternehmen, und davon ausgehend wirtschaftliche Tatbestände erklärt. Für die Mikroökonomik ist die Nachfrage das Ergebnis von Plänen der Haushalte, das Angebot das Ergebnis der Pläne von Unternehmen.

Die Mikroökonomik beschreibt: 1. wie der Einzelne oder Haushalte ihre Nachfrage nach verschiedenen Gütern (Sachgütern und Dienstleistungen) bilden (Nachfrage), 2. wie Firmen darüber entscheiden, welche und wie viele Güter sie anbieten und welche Produktionsfaktoren sie für die Herstellung einsetzen (Angebot), 3. wie sich auf dem Markt die Preise bilden.

Die Mikroökonomik geht davon aus, dass Verbraucher und Produzenten sich rational verhalten und nach dem ökonomischen Prinzip wirtschaften: Sie wollen mit gegebenen Mitteln einen möglichst großen Nutzen erzielen (Maximumprinzip) oder ein vorgegebenes Ziel mit möglichst wenig Aufwand erreichen (Minimumprinzip). Haushalte fragen sich beispielsweise, wie sie mit einem gegebenen Einkommen möglichst viele Konsumgüter kaufen können. Unternehmen fragen sich, wie sie einen festgesetzten Produktionsausstoß (Output) am kostengünstigsten produzieren (Minimumprinzip, Gewinnmaximierung).

Der Gegensatz der Mikroökonomik ist die Makroökonomik, die globale oder Aggregatgrößen untersucht, z. B. die Nachfrage aller Haushalte nach Konsumgütern.

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