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Isabelle Adjani (*1955), französische Schauspielerin. Seit Mitte der siebziger Jahre gehört sie zu den profiliertesten Darstellerinnen des französischen Films. Adjani wurde am 27. Juni 1955 als Tochter eines algerischen Vaters und einer deutschen Mutter in Paris geboren. Bereits in jungen Jahren zeigte sie schauspielerisches Talent und beschloss, Komikerin zu werden. Mit 14 Jahren hatte sie ihr Kinodebüt in Le Petit bougnat (1969; Blacky – Abenteuer eines Ausreißers), ehe sie in einer TV-Fassung von Molières L’École des femmes 1972 die Rolle der Agnès übernahm. 1973 trat sie der Comédie-Française bei, wo sie in Undine von Jean Giraudoux und Port-Royal von Henry de Montherlant (1974) spielte. Adjani verließ die Comédie-Française, als ihr François Truffaut die Hauptrolle in dem Film L’Histoire d’Adèle H. (1975; Die Geschichte der Adèle H.) anbot. Ihre sensible Darstellung der jüngsten Tochter des berühmten französischen Schriftstellers Victor Hugo, die sich unglücklich in einen englischen Leutnant verliebt, brachte ihr sowohl eine Oscar-Nominierung, als auch die Auszeichnung „Schauspielerin des Jahres” in Frankreich ein. Ihre zarte Schönheit macht sie einerseits zu einer Idealbesetzung der romantischen Heldin wie in Werner Herzogs Nosferatu – Phantom der Nacht (1979) oder André Techinés Les Sœurs Brontë (1979; Die Schwestern Brontë), andererseits brillierte sie in der Darstellung schwieriger und vielschichtiger Charaktere, z. B. in Roman Polanskis Le Locataire (1976; Der Mieter), in Mortelle randonnée (1982; Das Auge) von Claude Miller oder in Camille Claudel (1988; Camille Claudel, zweite Oscar-Nominierung) von Bruno Nuytten. Bei den Filmfestspielen von Cannes erhielt Adjani 1981 für die psychologische Einfühlsamkeit ihrer Darstellung in Possession (1980) von Andrzej Zulawski und Quartet (1981; Quartett) von James Ivory den Preis als beste Darstellerin. Ihre schauspielerische Leistung in dem Psychothriller L’Été meurtrier (1982; Ein mörderischer Sommer von Jean Becker) brachte ihr 1984 einen „César” ein. Mit der opulenten Dumas-Adaption La Reine Margot (1994; Bartholomäusnacht, Regie Patrice Chéreau) setzte sie ihre internationale Karriere fort. In Jeremiah Chechiks Thriller Diabolique (1995; Diabolisch) war sie die Partnerin von Sharon Stone. Mit dem Stück La Dame aux camélias von René de Ceccatty hatte sie im Oktober 2000 nach 17 Jahren Bühnenabwesenheit ihr Theatercomeback. Von 1989 bis 1994 war der britische Schauspieler Daniel Day-Lewis ihr Lebensgefährte, von 2002 bis 2004 war Isabelle Adjani mit dem französischen Musiker Jean-Michel Jarre liiert.
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