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Windows Live® Suchergebnisse BatteriehaltungEnzyklopädieartikel
Batteriehaltung, intensive Hühnerhaltung zur kommerziellen Produktion von Eiern und Fleisch. Die Tiere werden dabei in großer Zahl und auf engstem Raum in engen Serienkäfigen aus Metall (Batterien) gehalten. Seit ihrer Einführung in den USA in den dreißiger und vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts etablierte sich die Batteriehaltung in den meisten entwickelten Ländern als besonders ökonomische Produktionsmethode. Ein Grund für diese Entwicklung war die Absicht, die Tiere getrennt von ihrem Kot zu halten, der Parasiten und Krankheitserreger beherbergt. Durch diese Maßnahme konnte die Sterblichkeitsrate der Hühner von 20 auf 6 bis 7 Prozent gesenkt werden. Außerdem fallen die Eier sofort in ein Transportsystem: Dies verhindert, dass sie mit Kot beschmutzt oder von den Tieren beschädigt werden. Sie können sofort nach der Ablage gesammelt und versandfertig gemacht werden. Die ersten Käfige bestanden aus einer Kombination von Holz und Metall. Da das Holz jedoch leicht von Milben befallen wurde, ging man später zu Ganzmetallkonstruktionen über. Mit der Zeit wurden die Systeme mehr und mehr mechanisiert. In einer modernen Einheit werden die Eier seitlich an jedem Käfig von Sackleinenbändern aufgefangen und ans Stallende transportiert. Der Kot wird unter jedem Käfig in einem von den Eiern getrennten System aufgefangen und abtransportiert. Parallel zur Intensivierung der Haltung wurde die wirtschaftliche „Leistungsfähigkeit” der Tiere maximiert. Die heutigen Kreuzungen produzieren etwa 300 Eier pro Tier und Jahr, wobei jedes Ei im Mittel etwa 64 Gramm wiegt. Die heutigen Umsatzraten liegen bei 2,5 bis drei Gewichtseinheiten Futter pro Gewichtseinheit Ei. Die Käfigbatterien ermöglichen außerdem die Versorgung Tausender Hühner durch wenig Personal. In der Öffentlichkeit werden Legebatterien von jeher kritisiert. Die engen Käfige mit schrägem Boden, der dem Huhn etwa die Fläche von der Größe eines DIN-A4-Papiers bietet, gelten als Tierquälerei: Die Tiere können in diesen Käfigen weder die Flügel ausstrecken noch ihr Gefieder im Staub baden oder sich in anderer Weise natürlich verhalten. Tierschützer setzen sich für den Ersatz der Intensivhaltung durch natürliche Haltungsformen ein. In vielen Ländern sind Verbraucher zunehmend bereit, für Eier aus Freilandhaltung etwas höhere Preise zu bezahlen. In der Schweiz ist die Batteriehaltung seit 1992 verboten. Im Juli 1999 erklärte das Bundesverfassungsgericht in Deutschland die deutsche Hennenhaltungsverordnung für nichtig, da sie nicht den Bestimmungen des Naturschutzgesetzes genüge. Der Deutsche Bundestag beschloss im Oktober 2001 ein Verbot der bisher praktizierten Käfighaltung von Legehennen; demnach sollte ab dem 1. Januar 2007 für Hennen nur noch Boden- oder Freilandhaltung zugelassen sein. Das Verbot der Käfighaltung wurde jedoch im April 2006 vom deutschen Bundesrat aufgehoben. Legehennen dürfen danach seit 2007 zu „Kleingruppen” (35 bis 50 Tiere) in Käfigen zusammengepfercht werden, die irreführend als „Kleinvolieren” (von französisch voler: fliegen) bezeichnet werden. Jedem Tier stehen dort 800 Quadratzentimeter Platz zur Verfügung, das ist etwa die Fläche eines Aktendeckels. Der Deutsche Tierschutzbund kritisierte diese Entscheidung als „Tierquälerei und Verstoß gegen das Staatsziel Tierschutz”. In Deutschland wurden 2005 in Betrieben mit mehr als 3 000 Hennenhaltungsplätzen rund 32 Millionen Hennen gehalten, etwa 80 Prozent davon in Käfigen. Bei Bodenhaltung müssen Gehege seit 2007 mindestens zwei Meter hoch sein und neben erhöhten Plätzen für die Eiablage auch Sitzstangen und Einstreu aufweisen. Bei Freilandhaltung müssen einerseits die für Bodenhaltung gültigen Kriterien erfüllt sein, andererseits steht den Hennen ein zumindest teilweise begrüntes Auslaufgehege mit mindestens vier Quadratmeter Platz pro Tier zur Verfügung. EU-weit ist ab 2012 die Haltung in Käfigen erlaubt, die pro Huhn nicht kleiner als 750 Quadratzentimeter (derzeit 550 Quadratzentimeter) und mit Sitzstangen sowie Nestbauplätzen ausgestattet sind.
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