Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Filmfestspiele von Cannes", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Verwandte Elemente
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Filmfestspiele von Cannes

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Filmfestspiele von Cannes

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Gewinner der Goldenen PalmeGewinner der Goldenen Palme

Filmfestspiele von Cannes, jährlich stattfindendes internationales Filmfestival. Es zählt neben der Berlinale und den Filmfestspielen von Venedig zu den drei bedeutendsten Filmfestivals der Welt.

Die Filmfestspiele von Cannes finden jährlich im Mai in dem mondänen französischen Badeort Cannes statt und gelten als das glamouröseste Filmfestival der Welt. Zentrale Veranstaltung ist der Wettbewerb, in dessen Rahmen internationale Filme vorgeführt und von einer Jury, die hauptsächlich aus Filmschaffenden besteht und jedes Jahr neu zusammengesetzt wird, bewertet werden. Die Jury vergibt als Hauptpreis die Goldene Palme (Palme d’or) für den besten Film des Wettbewerbs; der zweit- und der drittbeste Film werden mit dem Großen Preis der Jury bzw. dem Preis der Jury ausgezeichnet. Neben den Auszeichnungen für die Gesamtfilme werden auch Preise in den Kategorien Bester Darsteller, Beste Darstellerin, Beste Regie und Bestes Drehbuch vergeben, daneben wird in einem separaten Wettbewerb der beste Kurzfilm prämiert. Neben der Festivaljury zeichnen auch andere Organisationen im Rahmen des Festivals Filme aus, so vergibt z. B. die internationale Filmkritikervereinigung einen FIPRESCI-Preis.

Das Filmfestival von Cannes wurde aus politischen Motiven ins Leben gerufen: Es entstand 1939 als Reaktion auf die venezianische Filmschau Mostra, die Benito Mussolini Anfang der dreißiger Jahre als Propagandaplattform ins Leben gerufen hatte. Die Festspiele im Jahr 1939 wurden zwar eröffnet, fielen dann aber wegen des 2. Weltkrieges aus; das erste „ordentliche” Festival fand erst 1946 statt. Die Organisatoren legten zunächst weniger Wert auf den Wettbewerb als auf den Gedankenaustausch zwischen den beteiligten Künstlern verschiedener Nationen, so dass das Festival schon bald den Ruf eines künstlerisch hochrangigen und kommerziell bedeutenden gesellschaftlichen Ereignisses erlangte. Die Goldene Palme als Trophäe für den Siegerfilm wurde 1955 eingeführt (zuvor war der Wettbewerbssieger mit dem Großen Preis der Internationalen Filmfestspiele ausgezeichnet worden). Die Bewertungskriterien der Jury waren nun vorrangig kommerziell ausgerichtet, politische Bezüge wurden weitgehend vermieden. 1956 geriet das Festival erstmals in die Schusslinie der Kritik: François Truffaut, zu dieser Zeit noch Filmkritiker, enthüllte politische Intrigen und geheime Absprachen und prognostizierte das Ende des Festivals. Diese Voraussage erfüllte sich nicht, und 1962 erhielt Truffaut selbst für seinen Debütfilm Les Quatre cents coups (1959; Sie küssten und sie schlugen ihn) den Preis für die beste Regie. Aufgrund des politischen Klimas in Paris im Mai 1968 wurde das Festival in jenem Jahr abgebrochen und die Société des Réalisateurs de Film gegründet, eine Vereinigung freier Filmschaffender, die seitdem jedes Jahr parallel zu den Festspielen ebenfalls in Cannes ein eigenes Filmfestival veranstaltet.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft