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Nullarborebene

Enzyklopädieartikel

Nullarborebene, englisch Nullarbor Plain, großes, fast vegetationsloses Kalksteinplateau in Süd-Australien; es erstreckt sich auf einer Länge von etwa 725 Kilometern in westöstlicher Richtung entlang der Großen Australischen Bucht, grenzt im Norden an die Große Victoriawüste und im Süden direkt – mit einem bis 200 Meter hohen Steilabfall – an den Indischen Ozean.

Die Nullarborebene liegt im Südosten des Bundesstaates Western Australia und im Südwesten des Staates South Australia. Sie ist bis 400 Kilometer breit und umfasst eine Gesamtfläche von etwa 300 000 Quadratkilometern. Abgesehen von einem Teilstück der transkontinentalen Eisenbahn, das die Nullarborebene durchzieht, sowie einigen abgelegenen Schaffarmen ist das Gebiet fast völlig unbewohnt. Der poröse Kalkstein, aus dem das Plateau besteht, ist großflächig verkarstet; dies hat zur Folge, dass die ohnehin spärlichen Niederschläge vollständig in unterirdische Höhlensysteme und Wasserläufe abgeführt werden, so dass die Oberfläche der Ebene trocken bleibt. Daraus resultiert wiederum der spärliche Pflanzenbewuchs, der sich auf einige niedrige Eukalyptus-Gebüsche und auf Gebiete mit salzliebender Vegetation in Küstennähe beschränkt.

Der Name, den E. Alfred Delisser 1866 dieser Ebene verlieh, kommt von der lateinischen Bezeichnung für Baumlosigkeit (lateinisch nulla arbor: kein Baum). Im Juli 2002 entdeckten Forscher in einer Höhle mehrere Fossilien. Zu den Funden gehören u. a. Reste eines drei Meter großen Riesenkängurus.

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