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    Mit Ölsaat werden Pflanzensamen mit einem hohen Ölgehalt bezeichnet. Der Fettgehalt liegt hierbei im Mittel etwa bei 30-45 Prozent [1]. Ölsaaten werden in erster Linie zur ...

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Ölsaaten

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SonnenblumenfeldSonnenblumenfeld

Ölsaaten, verschiedene ölreiche Samen, Nüsse und Getreidesorten, die neben Butter die Hauptquelle für Öle und Fette zum Kochen und zur Herstellung von Nahrungsmitteln, Seifen, speziellen Schmierfetten und Kosmetika darstellen. Einige Saaten werden allein wegen ihres Ölgehalts angepflanzt, während andere auch als Futterpflanzen oder, wie Baumwolle und Lein, als Textilfasern eine wichtige Rolle spielen. Das Öl wird durch Pressen und Extraktion mit Wasserdampf aus den Früchten gewonnen. Der verbleibende Rest ist reich an Proteinen und als Ölkuchen ein wichtiges Viehfutter.

Die Produktion von Ölsaaten ist ein bedeutender Bestandteil der Landwirtschaft vieler Länder. Einige der Pflanzen können nur in tropischen Regionen (z. B. Kokosnuss und Ölpalme) oder im Mittelmeergebiet (Oliven) angebaut werden, während andere auch in gemäßigten Klimazonen wachsen (Mais, Raps, Sonnenblumen und Sojabohnen).

Die meisten pflanzlichen Öle sind reich an einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren und sind daher wichtige Bestandteile der menschlichen Ernährung. Dort können sie die meist höher gesättigten tierischen Fette wie Butter, Schweineschmalz oder Nierenfett ersetzen. Meist sind die jeweiligen Öle auf den Produkten gekennzeichnet, oder es ist vermerkt, dass pflanzliche Fette enthalten sind. Dies weist auf eine Mischung verschiedener Öle hin, die jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen sein kann.

Hauptquellen für die als Nahrungsmittel verwendete Öle sind: Kokosnuss, Mais, Baumwollsamen, die Früchte der Ölpalme, Oliven, Erdnüsse, Färberdistel, Sojabohne, Sonnenblumen- und Rapssamen.

Olivenöl wird als Delikatesse betrachtet. Die höchste Qualität (Jungfern- oder Extra-Vierge-Öl, Verwendung als Salatöl, selten zum Kochen) erhält man bei schonendem Pressen der reifen Früchte durch ihr eigenes Gewicht, weniger teure Sorten gewinnt man durch anschließendes kaltes Pressen.

Alte Rapssorten lieferten ein Öl, das reich an Erucasäure war. Diese Säure kann Schäden am Herzmuskel hervorrufen. Daher wurden für die Herstellung von Rapsölen, die in der Nahrungsmittelindustrie verwendet werden sollen, Sorten mit geringeren Säuregehalten gezüchtet. Rapsöl wird auch als Schmiermittel und versuchsweise als Brennstoff für Dieselmotoren (Rapsmethylester) verwendet.

Einige weitere Saaten werden als Öllieferanten für Gewürze oder Salatsoßen genutzt, z. B. Mandeln, Mohnsaaten, Kürbis, Sesam und Walnüsse.

Siehe auch Arterie; Fette; Lebensmittelkennzeichnung; Herz; menschliche Ernährung; Ernährungsrichtlinien.

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