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Oligopol

Enzyklopädieartikel

Oligopol, eine Marktform, bei der es nur wenige große Anbieter oder Nachfrager für ein Gut gibt. Jeder von ihnen hält daher einen beträchtlichen Marktanteil. Zusammen beherrschen sie den Markt für ein Gut. Meistens sind die Marktteilnehmer in einem Oligopol gleich stark. Unter ihnen herrscht ein Konkurrenzkampf. Meistens findet der Wettbewerb nicht auf dem Gebiet der Preise statt, sondern eher im Bereich der Qualität, der Werbung und des Kundendienstes. Beispiele für Oligopolisten sind Mineralölgesellschaften und Automobilhersteller. Oft ist das Oligopol dem Monopol ähnlich, besonders im Zusammenhang mit verbotenen Kartellabsprachen. Solche Praktiken verstoßen in vielen Ländern gegen die einschlägigen Wettbewerbsgesetze, z. B. in Deutschland gegen das „Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung” (Kartellgesetz). Der Erfolg eines Oligopols hängt u. a. entscheidend davon ab, ob sich alle Teilnehmer auf Dauer an die vereinbarten Spielregeln halten (Beispiel OPEC, Organisation Erdöl exportierender Länder).

Das Hauptinteresse in oligopolistischen Märkten besteht meist darin, die Marktpreise wirksam zu kontrollieren, z. B. einen ruinösen Preisverfall zu verhindern.

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