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Opéra comique

Enzyklopädieartikel

Opéra comique, Konzert- und Opernhaus in Paris. Gegründet wurde sie 1715 von Schauspieltrupps, die Zuschauer auf Jahrmärkten unterhielten, indem sie die Hofopern und die Comédie-Française parodierten. Als Gattung war die Opéra comique – unter dem Einfluss der italienischen opera buffa – das auf Komik und satirischen Elementen basierende, bürgerliche Gegenstück zur höfischen Tragédie Jean-Philippe Rameaus.

Nachdem zwei frühere Gebäude abbrannten, befindet sich die Opéra comique heute in einem 1898 erbauten Theater, der Salle Favart. Der Name soll an den Schriftsteller Charles-Simon Favart erinnern, der viele Texte für die Opéra comique verfasste. Das französische Kulturministerium stellte die Salle Favart unter Denkmalschutz.

Sowohl La Fille du régiment (Donizetti) als auch Hoffmanns Erzählungen (Offenbach) wurden eigens für die Opéra comique komponiert. Zu den weiteren Inszenierungen gehören etwa Carmen von Bizet (nahezu 3000 Aufführungen), Falstaff von Verdi, Così fan Tutte von Mozart, Pelléas et Melisande von Debussy und Die Trojaner von Berlioz. Zum aktuellen Repertoire der Opéra comique gehören Barockmusik, Opern, Operetten und Ballettaufführungen.

Bis 1990 war die Opéra comique Staatseigentum. Inzwischen ist sie eigenständig, finanziert sich aber etwa zu 50 Prozent über staatliche Subventionen.

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