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Organisation der Islamischen Konferenz

Enzyklopädieartikel

Organisation der Islamischen Konferenz (OIC, englisch Organization of the Islamic Conference), Zusammenschluss von 56 arabischen Staaten zur Förderung der islamischen Solidarität sowie der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsländern. Des Weiteren hat sich die OIC zur Aufgabe gesetzt, gegen Rassismus und Kolonialismus zu kämpfen, die Toleranz zwischen muslimischen und nichtmuslimischen Staaten zu fördern, die heiligen Stätten des Islam zu schützen und für die Heimatrechte der Palästinenser einzutreten.

Gegründet wurde die OIC im Mai 1971 in Saudi-Arabien. Ihr oberstes Organ ist die Gipfelkonferenz der Staatsoberhäupter, die unregelmäßig in mehrjährigem Abstand tagt. Ihre Vertretung übernimmt die jährlich stattfindende Außenministerkonferenz, die politische Entscheidungsgewalt besitzt, Wege zur Umsetzung der Richtlinien diskutiert und die Gipfelkonferenzen vorbereitet. Verwaltungssitz der OIC ist das Ständiges Sekretariat mit Generalsekretär in Hamid al-Gabid (Niger). Zu seinen Aufgaben gehören die Unterstützung der vielen Ständigen Ausschüsse und der Sonderausschüsse, zu denen z. B. der Ausschuss für Finanzen (PFC), der Ausschuss für Wissenschaftliche und Technische Zusammenarbeit (COMSTECH) und der Ausschuss für Information und Kultur (COMIAC) gehören.

Zu den Schwerpunktaufgaben des OIC zählen die Palästina-Frage, die Entwicklung Afghanistans, die Behandlung muslimischer Minderheiten, afrikanische Befreiungsbewegungen und die allgemeinen Menschenrechte. Eines ihrer wichtigsten wirtschaftlichen Ziele ist die Schaffung eines islamischen Gemeinschaftsmarktes. Zu den sozialen Zielen der OIC gehören der Ausbau des Erziehungs- und Bildungswesens sowie die Unterstützung von Gesundheits- und Wohlfahrtsorganisationen.

Mitgliedsstaaten der OIC sind Afghanistan, Ägypten, Albanien, Algerien, Aserbaidschan, Bahrain, Bangladesch, Benin, Brunei, Burkina Faso, Dschibuti, Elfenbeinküste, Gabun, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana, Indonesien, Iran, Irak, Jemen, Jordanien, Kamerun, Kasachstan, Katar, Kirgisistan, Komoren, Kuwait, Libanon, Libyen, Malaysia, Malediven, Mali, Marokko, Mauretanien, Moçambique, Niger, Nigeria, Oman, Pakistan, Saudi-Arabien, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Suriname, Syrien, Tadschikistan, Togo, Tschad, Tunesien, Türkei, Turkmenistan, Uganda, Usbekistan, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie das international nicht als Staat anerkannte Palästina.

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