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Windows Live® Suchergebnisse De Beers GroupEnzyklopädieartikel
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De Beers Group, weltweit größter Produzent und Großhändler von Diamanten mit Sitzen in London, Kimberley und Johannesburg. De Beers produziert etwa 40 Prozent aller Diamanten auf dem Weltmarkt und gewinnt diese aus seinen Minen in Südafrika sowie, in Kooperation mit den Regierungen, aus Minen in Botswana, Namibia und Tansania. Die Gründung weiterer Minen in Kanada befindet sich in Planung. Den Verkauf und das Marketing wickelt die Gruppe über ihre Londoner Tochter Diamond Trading Company (DTC) ab. Der Jahresumsatz der Gruppe liegt bei rund sechs Milliarden US-Dollar, der Gewinn liegt zwischen 500 und 600 Millionen US-Dollar. De Beers beschäftigt weltweit rund 21 000 Mitarbeiter, davon etwa 17 000 Beschäftigte in Afrika. De Beers ist als Holdinggesellschaft organisiert. Zur Gruppe gehören u. a. die De Beers Consolidated Mines (DBCM), die Diamond Trading Company sowie die Minen Debswana (Botswana), Namdeb (Namibia) und Williamson (Tansania). Die Gruppe ist zu 45 Prozent im Besitz der Anglo American plc. und zu 40 Prozent im Besitz der Holding, 15 Prozent sind in Händen der Regierung Botswanas.
Ihren Ursprung hat die Konzerngruppe in der Farm der südafrikanischen Brüder Nicolaas und Diederick de Beer nahe Kimberley, die sie 1860 erwarben und wo sie wenig später die ersten Diamanten fanden. 1871 verkauften die de Beers ihre Farm an die Minengesellschaft Dunell Ebden & Co. Die beiden auf der De-Beers-Farm entstandenen Minen wurden 1873 von dem britischen Politiker und Finanzier Cecil Rhodes erworben. Rhodes hatte die Idee, die vielen Einzelminen, die es damals in Südafrika gab, unter einem Dach zu vereinen. Bei seinem Vorhaben halfen ihm die beiden De-Beers-Minen, die eine Zeit lang zu den ertragreichsten Diamantenminen der Welt zählten. Sein Konkurrent, Barney Barnato, kontrollierte die bis dahin ertragreichste Diamantenmine Südafrikas und wehrte sich gegen eine Fusion mit Rhodes’ Unternehmen. Gemeinsam mit seinem Freund und Geschäftspartner Alfred Beit verdrängte Rhodes 1887 Barnato, indem er dessen Central Mining Company aufkaufte. 1888 gründete Rhodes mit Beit und anderen Unternehmern die De Beers Consolidated Diamond Mines Ltd. 1890 schloss sich De Beers mit dem kurz zuvor gegründeten London Diamond Syndicate zusammen. Dieses Syndikat kontrollierte einen Großteil des weltweiten Diamantenhandels. Das Syndikat war praktisch der Grundstein für den Industriellen Ernest Oppenheimer, dem Gründer der Anglo-American Corporation sowie der Consolidated Diamond Mines of South West Africa (heute Namibia). Oppenheimer erwarb ab 1919 zunehmend Anteile und Mitspracherechte bei De Beers, wurde 1926 Mitglied des Vorstandes und 1929 Präsident des Unternehmens. Unter seiner und der Führung seines Sohnes Harry stieg De Beers schließlich zum größten Diamantenproduzenten und -händler der Welt auf.
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