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Windows Live® Suchergebnisse Leonard BloomfieldEnzyklopädieartikel
Leonard Bloomfield (1887-1949), amerikanischer Sprachwissenschaftler. Als einer der ersten Verfechter des Deskriptivismus hatte er großen Einfluss auf die Entwicklung der modernen Linguistik. Bloomfield wurde am 1. April 1887 in Chicago (Illinois) geboren. 1906 absolvierte er seinen ersten Universitätsabschluss in Harvard und promovierte 1909 an der Universität Chicago, wo er von 1927 bis 1940 und anschließend an der Yale University in New Haven eine Professur innehatte. Bloomfield war maßgeblich an der Gründung der Linguistic Society of America im Jahr 1924 beteiligt. Bekannt wurde er durch seinen Einsatz für die Anerkennung der Linguistik als eigenständige Wissenschaft und sein Beharren auf naturwissenschaftlichen Methoden zur Festlegung sprachlicher Kategorien. Bereits zu Beginn seiner Laufbahn wurde er vom Behaviorismus beeinflusst, dessen Prinzipien er zur Grundlage seiner Arbeiten machte, insbesondere bei der Untersuchung der Wortbedeutung. 1933 erschien sein Hauptwerk Language, das Theorie und Praxis der linguistischen Analyse miteinander verschmolz. Sein Denken und sein wissenschaftlicher Ansatz bestimmten die Entwicklung der Linguistik in den folgenden 20 Jahren vor allem in Amerika. Die Methoden, derer er sich bediente, wurden später „strukturalistisch” genannt, da sie verschiedene Techniken bei der Identifizierung und Klassifizierung der Bestandteile der Satzstruktur verwendeten. Bloomfield ist der Begründer des Deskriptivismus, einer Richtung des amerikanischen Strukturalismus. Weitere bedeutende Schriften sind: An introduction to the study of language (1914), Linguistic aspects of science (1939) und Outline guide for the practical study of foreign languages (1942). Bloomfield starb am 18. April 1949 in New Haven (Connecticut).
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