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Windows Live® Suchergebnisse David BowieEnzyklopädieartikel
David Bowie, eigentlich David Robert Jones, (*1947), englischer Rockmusiker; Sänger, Gitarrist und Saxophonist. Er gilt als einer der kreativsten, einflussreichsten und wandlungsfähigsten Persönlichkeiten in der Geschichte der Rockmusik. Bowie wurde am 8. Januar 1947 im Londoner Stadtteil Brixton geboren. Anfang der sechziger Jahre beschäftigte er sich intensiv mit Jazz, 1963 wurde er als Saxophonist Mitglied der Ronnie Scott Band, 1964 gründete er die Bands David & The Buzz bzw. King Bees, denen weitere Formationen folgten. Erste Plattenaufnahmen folgten 1965, mit der Single Love You Till Tuesday konnte er einen ersten kleinen Erfolg verbuchen. Doch den Durchbruch schaffte er erst 1969 mit dem Song Space Oddity; eine gleichnamige LP erschien im selben Jahr. Nach dem Erscheinen des zweiten Albums, The Man Who Sold the World (1970), wurde er von seiner Plattenfirma RCA zum Star aufgebaut. Bowie kleidete sich auffällig, trug Schminke und kultivierte ein dekadent wirkendes Transvestiten-Image. Nach der hochkarätigen LP Hunky Dory (1972), die balladenhafte Songs vereinte, erschien The Rise and the Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars (1972), die Rang vier der britischen Charts erreichte. Der Singleauskopplung Starman folgten Hits wie John I’m Only Dancing, The Jean Genie und Life on Mars. Bowies Musik wurde auf den Alben Aladdin Sane (1973) und Diamond Dogs (1974) zunehmend härter und rockiger. In der Folge ließ er sich von deutschen Elektronik-Bands beeinflussen und arbeitete mit dem Synthesizer-Spezialisten Brian Eno zusammen. Die folgenden Alben, Station to Station (1976), Heroes (1977) und Low (1977) enthielten faszinierende, innovative Klangbilder und brachten Hiterfolge wie Sound and Vision und Heroes. Bowie bewies eine erstaunliche Vielseitigkeit, immer wieder überraschte er sein Publikum mit neuen Hits. Zu dem Film Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (1980) sowie Paul Schraders Horrorfilm Cat People (1981; Katzenmenschen) steuerte er die erfolgreichen Titelsongs bei. Anfang der achtziger Jahre wurde Bowies Musik durch Tanzrhythmen bereichert. Weiterhin gelangen ihm herausragende Hits, wie z. B. Let’s Dance, China Girl und Modern Love. Es folgten die Alben Let’s Dance (1982) und Tonight (1984). 1989 gründete Bowie mit Tin Machine eine neue Band, die mit harten Rocknummern aufhorchen ließ. In dieser Formation entstanden die LPs Tin Machine (1989), Tin Machine II (1991) und Tin Machine Live – OY Vey, Baby (1992). Eigene Studioaufnahmen erschienen in den neunziger Jahren wieder mit den CDs Black Tie White Noise (1993) und Earthling (1997). 1997 sorgte Bowie, aufgrund seiner Wandlungsfähigkeit und häufiger Stilwechsel „Chamäleon der Rockmusik” genannt, für Aufsehen, als er mit seinen Projekten an die Börse ging. Er setzte auf die Tantiemen seiner Songs Wertpapiere über 55 Millionen US-Dollar ab. Seine Bereitschaft, neue Technologien und Vermarktungsmöglichkeiten zu nutzen, demonstrierte er, als er die Songs seines Albums Hours (1999) zunächst über das Internet veröffentlichte. Auf der nostalgischen CD Heathen (2002) ebenso wie auf Reality (2003) verzichtete Bowie auf Stilexperimente und knüpfte an die Musik der siebziger Jahre an. Neben seiner Tätigkeit als Rockmusiker wirkte David Bowie auch als Darsteller in einer Reihe von Spielfilmen mit. In Nicolas Roegs eigenwilligem Sciencefictionfilm The Man Who Fell to Earth (1975; Der Mann, der vom Himmel fiel) überzeugte Bowie in der Rolle eines Außerirdischen, in David Hemmings Schöner Gigolo, armer Gigolo (1978) war er der Partner von Marlene Dietrich, die hier ihren letzten Leinwandauftritt hatte. Es folgten Merry Christmas, Mr. Lawrence (1982; Furyo – Merry Christmas, Mr. Lawrence, Regie: Nagisa Oshima) und Tony Scotts Vampirfilm The Hunger (1982; Begierde) mit Cathérine Deneuve und Susan Sarandon in den weiblichen Hauptrollen. In Martin Scorseses The Last Temptation of Christ (1988; Die letzte Versuchung Christi) war Bowie in der Rolle des Pontius Pilatus zu sehen, in Julian Schnabels Basquiat (1996; Basquiat) verkörperte er den Pop-Art-Künstler Andy Warhol.
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