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Windows Live® Suchergebnisse ProduktivitätEnzyklopädieartikel
Produktivität, das Verhältnis zwischen Output (Produktionsergebnis) und Input (Menge der eingesetzten Produktionsfaktoren bzw. Herstellungskosten). Die Produktivität gibt Auskunft über die Ergiebigkeit eines Wirtschaftsprozesses. Die Arbeitsproduktivität kann ausgedrückt werden als Produktionsausstoß pro Arbeiter oder Arbeitsstunde. Die Kapitalproduktivität lässt sich beispielsweise messen als Output pro 1 000 DM Anlagevermögen. Die Gesamtproduktivität erhält man, wenn man das gesamte Produktionsergebnis in Beziehung setzt zu den gebündelten Produktionsfaktoren (Arbeit, Boden, Kapital). Veränderungen in der Produktivität lassen sich durch Indexzahlen ausdrücken. Rationalisierung, in deren Zentrum die Analyse (und Senkung) der Lohnstückkosten steht, ist ein permanenter Prozess in den Unternehmen. Entsprechende Investitionen rechnen sich für die Unternehmen immer dann, wenn die ersparten Lohnkosten den Investitionsaufwand übersteigen. Das hat zur Folge, dass die verbliebenen Arbeitsplätze immer teurer werden. Wenn es durch Rationalisierungsmaßnahmen gelingt, die Herstellungskosten zu senken, kann das Unternehmen auf dem Markt billiger anbieten und Marktanteile gewinnen. Zu beobachten ist deshalb heute ein Wettlauf um die Vorreiterposition auf dem Gebiet der Rationalisierung, da sich die Unternehmen im weltweiten Maßstab vergleichen (Globalisierung). Rationalisierungsbedingte Freisetzungen sind heute der wichtigste konjunkturunabhängige Grund für das Anwachsen der Arbeitslosigkeit in den Industrieländern. Der Begriff der Arbeitsproduktivität spielt in der marxistischen Theorie eine zentrale Rolle, da sich nach Karl Marx das kapitalistische Unternehmen die Arbeitsproduktivität aneignet. Der Lohnarbeiter erhalte seinen Lohn, unabhängig davon, ob er an einem Arbeitstag zehn oder hundert Stück eines Produktes herstelle. Wenn das Unternehmen die Produktivitätssteigerung technisch ermöglicht, verfügt es über hundert Produkte, die es auf dem Markt verkaufen kann; oder es kann eine erhöhte Stückzahl von weniger Arbeitskräften erstellen lassen. Für Marx lag die Quelle des Gewinns in der Differenz zwischen dem, was der Arbeiter das Unternehmen koste und was er für das Unternehmen schaffe (Mehrwert). Die Steigerung der Arbeitsproduktivität (bis hin zur Automatisierung) betrachtete Marx im Prinzip als vorzügliches Mittel, um der Gesellschaft mehr Güter und/oder mehr frei verfügbare Zeit zu verschaffen. Unter kapitalistischen Verhältnissen aber führe die Steigerung der Arbeitsproduktivität zur Freisetzung von immer mehr Arbeitskräften, da der technische Fortschritt mit dem Ziel eingesetzt werde, Lohnkosten einzusparen und so den Gewinn zu erhöhen.
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