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Keri Hulme

Enzyklopädieartikel

Keri Hulme (*1947), neuseeländische Schriftstellerin.

Hulme wurde am 9. März 1947 in Christchurch geboren, wo sie auch studierte. Später verdingte sie sich u. a. als Tabakpflückerin, Apothekenhelferin und Postbotin. 1982 debütierte sie mit dem Gedichtband The Silence Between: Moeraki Conversations. Internationale Anerkennung fand Hulme mit ihrem Romanerstling, dem Bestseller The Bone People (1983, Unter dem Tagmond), für den sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Dieser Roman schildert aus feministischer Perspektive und in poetischem Mystizismus den wachsenden Gegensatz zwischen Maori und Weißen in Neuseeland. Er entstand in zwölfjähriger Arbeit, wobei Hulme nur nachts nach langen Arbeitstagen auf den Tabakfeldern von Motueka zum Schreiben kam.

In ihren Werken entwickelte Hulme einen Stil, der sich zwar an die Werke englischer, irischer und amerikanischer Schriftsteller anlehnt, gleichzeitig jedoch charakteristische Züge einer neuseeländischen Literaturtradition aufweist. Kennzeichnendes Element hierbei ist der an Träume und heimische Mythen gemahnende Metaphernreichtum ihrer Sprache. Weitere Werke Hulmes sind die Erzählung Lost Possessions (1985) und die Kurzgeschichtensammlung The Windeater/Te Kaihau (1986, Der Windesser – Te Kaihau).

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