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Windows Live® Suchergebnisse Angela CarterEnzyklopädieartikel
Angela Carter (1940-1992), britische Schriftstellerin. Ihr Werk wird dem magischen Realismus zugeordnet. Ein großer Teil ihrer Romane, Erzählungen und Essays ist betont feministisch geprägt. Carter wurde am 7. Mai 1940 in Eastbourne (Sussex) geboren und studierte in Bristol, wo sie später Dozentin für Anglistik wurde. Ihrem Romandebüt Shadow Dance (1965) folgte The Magic Toyshop (1967; Das Haus des Puppenmachers; verfilmt 1989), in denen alptraumhafte, teils ins Grotesk-Absurde übersteigerte (Sexual-)Phantasien von Figuren im Zentrum stehen, die nicht nur in wechselnden Charakter-, sondern auch in changierenden Geschlechterrollen auftreten. 1972 erschien der spätsurrealistische Roman The Infernal Desire Machines of Doctor Hoffman (Die infernalischen Traummaschinen des Doktor Hoffman), der mit den Formen der Gespenstergeschichte und des Schelmenromans spielt und sich des Vampirmythos bedient. Nach einem zweijährigen Japanaufenthalt war Carter von 1976 bis 1978 Fellow in Creative Writing an der Universität Sheffield. 1980 und 1981 ging sie als Gastprofessorin der Brown University nach Rhode Island. In einer Folge von Essays, die zunächst in New Society und später gesammelt in Buchform unter dem Titel Nothing Sacred (1982; Nichts heilig) veröffentlicht wurden, verarbeitete die Autorin eigene Erlebnisse während ihrer Zeit in Japan. 1984 war sie Writer-in-Residence an der Universität von Adelaide in Südaustralien. Carter starb am 16. Februar 1992 in London an einem Krebsleiden. Weitere bedeutende Romane Carters sind Heroes and Villains (1969; Helden und Schurken), Nights at the Circus (1984; Nächte im Zirkus) und Wise Children (1991; Wie’s uns gefällt). Carters Erzählungen erschienen in den Bänden Fireworks (1974), The Bloody Chamber (1979; Blaubarts Zimmer) und Black Venus (1985; Schwarze Venus). Eine Sammlung von Essays kam posthum unter dem Titel Expletives Deleted (1993) heraus, ebenso der Erzählband American Ghosts and Old World Wonders. Eine Literaturverfilmung von The Company of Wolves kam 1984 in die Kinos.
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