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Windows Live® Suchergebnisse Elizabeth JolleyEnzyklopädieartikel
Elizabeth Jolley (1923-2007), australische Schriftstellerin. Ihr erzählerisches Werk war den von der Gesellschaft Ausgestoßenen gewidmet; zugleich schilderte sie facettenreich die Schönheit der westaustralischen Landschaft sowie das harte, einsame Leben auf den Farmen dieser Region. Jolley wurde am 4. Juni 1923 als Monica Elizabeth Knight in Birmingham als Tochter eines Engländers und einer Österreicherin geboren. Ab dem 2. Weltkrieg arbeitete sie als Krankenschwester. Nachdem sie von ihrem späteren Mann Leonard Jolley 1946 ein uneheliches Kind bekommen hatte, verlor sie ihre Arbeit; als allein erziehende Mutter war sie anschließend als Haushälterin in mehreren Familien tätig. Nachdem Leonard Jolleys erste Ehe geschieden worden war, konnten die beiden heiraten. 1959 emigrierte das Ehepaar mit seinen mittlerweile drei Kindern nach Australien, wo Elizabeth Jolley in verschiedenen Berufen zum Familieneinkommen beitrug. Ab 1978 arbeitete sie als Dozentin für kreatives Schreiben. Jolley war seit ihrer Jugend schriftstellerisch tätig; alle Versuche, eines ihrer Manuskripte bei einem Verlag unterzubringen, scheiterten jedoch zunächst; ihre eigentlich schriftstellerische Karriere begann erst in den achtziger Jahren. 1976, als sie bereits 53 Jahre alt war, erschien mit der Kurzgeschichtensammlung Five Acre Virgin ihr erstes Buch. In der Folge machte sie mit humorvoll-unterhaltsamen Romanen in Australien und zunehmend auch in der gesamten englischsprachigen Welt auf sich aufmerksam, so Palomino (1980; Eine Frau und eine Frau), The Newspaper of Claremont Street (1981), Mr. Scobie’s Riddle (1982), Miss Peabody’s Inheritance (1983), Milk and Honey (1984; Milch und Honig) und Foxybaby (1985; Foxy Baby). Ihr vielfach variiertes Thema waren dabei die Menschen am Rande der Gesellschaft – Alte, Arme, Ausländer, Exzentriker, sexuell „Abartige” etc. –, deren alltägliche Diskriminierung sie mit schwarzem Humor beschrieb. Jolleys größter Erfolg war der Roman The Well (1986; Der Mann im Brunnen), für den sie den Miles Franklin Award erhielt, den bedeutendsten australischen Literaturpreis, und der später auch fürs Kino verfilmt wurde. Zu ihrem Spätwerk zählen der Roman The Sugar Mother (1988; Späte Gäste) sowie die drei autobiographisch gefärbten Werke My Father’s Moon (1989; Mond meines Vaters), Cabin Fever (1990) und The George’s Wife (1993). Jolley starb am 13. Februar 2007 in Perth.
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