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    Kurzbiographie: Louis Jouvet was a living glory of the French theatre where he debuted in 1910... mehr

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Louis Jouvet

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Louis JouvetLouis Jouvet

Louis Jouvet (1887-1951), französischer Regisseur, Schauspieler, Theaterdirektor und Bühnenbildner. Jouvet gehört zu den bedeutendsten Vertretern des französischen Theaters im 20. Jahrhundert. Er wurde in Crozon in der Bretagne geboren. Nach einigen Nebenrollen in melodramatischen Stücken debütierte er als Charakterdarsteller neben Charles Dullin in einer Bühnenbearbeitung von Dostojewskijs Roman Die Brüder Karamasow (1911). 1913 wurde Jouvet von Jacques Copeau für dessen revolutionäres Théâtre Vieux Colombier engagiert. Dort war er Inspizient, Bühnenbildner, Elektriker und Darsteller. Von 1914 bis 1917 diente er in der Armee: Danach begleitete er Copeau nach New York. Für das wieder eröffnete Théâtre Vieux Colombier entwarf Jouvet im Jahr 1920 eine neuartige (offene) Bühnenform. 1922 wurde er von Jacques Hébertot als Leiter der Comédie des Champs-Elysées engagiert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten inszenierte er erfolgreich das Stück Dr. Knock oder Der Triumph der Medizin von Jules Romains (1923). Um finanziellen Engpässen zu begegnen, schloss sich Jouvet mit den Theaterdirektoren Charles Dullin, Charles Pitoëff und Gaston Baty zum so genannten Cartel des Quatre zusammen, das schnell von sich reden machte. 1928 inszenierte er Jean Giraudoux’ Drama Siegfried (Die Grenze). Die intensive und fruchtbare Zusammenarbeit mit Giraudoux dauerte bis 1939 an. 1939 auch begann Jouvets Tätigkeit als Leiter des Théâtre de l’Athénée, welches später in Théâtre Athénée-Louis-Jouvet umbenannt wurde. Auf Vermittlung Jean Cocteaus kam es zur Zusammenarbeit mit dem Bühnenbildner Christian Bérard. Während der Besetzung Frankreichs durch deutsche Truppen durften Giraudoux’ und Romains’ Werke nicht aufgeführt werden: Jouvet ging deshalb samt Ensemble auf eine mehrjährige Tournee durch Lateinamerika. 1945 kehrte er mit La folle de Chaillot (Die Irre von Chaillot), abermals von Giraudoux, zurück. Anschließend inszenierte er das Stück Les Bonnes (Die Zofen) von Jean Genet. Die Aufführung wurde ein Misserfolg, so dass Jouvet sich den Klassikern, vor allem Molière zuwandte. Aufmerksamkeit fand insbesondere eine spektakuläre Inszenierung von Molières Tartuffe. Während er eine Adaptation des Romans The Power and the Glory (Die Kraft und die Herrlichkeit) von Graham Greene inszenierte, starb Jouvet auf der Bühne.

Nicht nur als Molière-Darsteller im Theater, sondern auch als Filmschauspieler war Jouvet bedeutend. Bekannt wurde er durch Filme wie Topaze (1933, Topas), Knock (1933), Carnet de bal (1935, Die heroische Kirmes), Drôle de Drame (Ein sonderbarer Fall) von Marcel Carné (1937), Hôtel du Nord (1938), ebenfalls von Carné, und Quai des Orfèvres (1947).

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