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Windows Live® Suchergebnisse RezessionEnzyklopädieartikel
Rezession, relativ kurze und leichte Abschwächungsphase des Konjunkturzyklus. Sie beginnt am oberen Wendepunkt der Konjunkturwelle, an dem die Hochkonjunktur in den Abschwung übergeht. Die Rezession ist gekennzeichnet durch einen Rückgang von Produktion, Investition und Beschäftigung. Durch Lohnverminderungen geht die Nachfrage nach Konsumgütern und damit deren Absatz zurück. Die Wachstumsrate des Volkseinkommens sinkt. Der Konjunkturzyklus bewegt sich auf den Tiefstand (Depression) zu. Die moderne Theorie unterscheidet nochmals zwischen zwei Ausprägungsformen des Abschwungs: Rezession bedeutet dabei lediglich, dass die Wachstumsrate des Volkseinkommens sinkt. Sinkt das Volkseinkommen absolut, wird diese Phase als Kontraktion bezeichnet. Gerade in Industrieländern, in denen man sich, wie in der Bundesrepublik Deutschland, an ein stetiges Wachstum des Bruttosozialprodukts gewöhnt hat, versteht man unter Rezession eine Abschwächung des Wachstums, die maximal bis zur Stagnation führt. Die anhaltende Arbeitslosigkeit und die Diskussion um die Erneuerung der sozialen Sicherungssysteme zeigen jedoch, dass eine Rezession gerade in wachstumsverwöhnten Industrieländern ernst genommen werden muss. Der Staat versucht durch seine Konjunkturpolitik größere Konjunkturschwankungen zu vermeiden oder zumindest zu dämpfen. In Rezessionsphasen wird häufig versucht, die Investitionstätigkeit der privaten Unternehmen und des Staates anzuregen. Die Meinungen über eine geeignete Wirtschaftpolitik in Rezessionszeiten gehen – wie auch die gegenwärtige Diskussion zeigt– weit auseinander. Zu den hehren Zielen der Konjunkturpolitik gehört es, Vollbeschäftigung anzustreben sowie Preisstabilität, eine ausgeglichene Zahlungsbilanz und – nach Möglichkeit– ein angemessenes Wirtschaftswachstum zu erreichen (siehe Magisches Viereck).
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