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Kathedrale von Chartres

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Kathedrale von ChartresKathedrale von Chartres

Kathedrale von Chartres, eigentlich Kathedrale Zu Unserer Lieben Frau, eines der bedeutendsten Bauwerke gotischer Kirchenarchitektur, das von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Das ursprüngliche Bauwerk, das im 11. Jahrhundert unter Bischof Fulbert, einem bedeutenden Gelehrten, in Chartres errichtet wurde, dessen Grab sich in der Kirche befindet, wurde durch zwei Brände im 12. Jahrhundert weitgehend zerstört, lediglich die Westfassade blieb teilweise erhalten. Der Wiederaufbau begann 1194. Der heutige Kirchenbau, eine dreischiffige Basilika mit Querhaus, Chor und Kapellenkranz, wurde 1260 geweiht.

Der markanteste der späteren Anbauten ist der Nordturm mit einem spätgotischen Helm, der 1513 fertig gestellt wurde und einen optischen Ausgleich zum wesentlich früher errichteten Südturm (vollendet 1160) schuf. Von besonderer kunsthistorischer Bedeutung ist der reiche Figurenschmuck am Außenbau, besonders an der Westseite, deren Königsportal mit prächtigen Säulenfiguren aus der Mitte des 12. Jahrhunderts bestückt ist, die am Anfang der Entwicklung zur gotischen Skulptur stehen und die Bildhauerkunst des 12. und 13. Jahrhunderts in Deutschland und Frankreich maßgeblich beeinflussten. Am Haupteingang befindet sich ein prachtvolles Relief von Christus mit Krone und Zepter. Das Portal am südlichen Querschiff (etwa 1224-1250) stellt Szenen aus dem Neuen Testament dar, das entsprechende Portal am nördlichen Querschiff aus dem Alten Testament. Die insgesamt über 2 000 plastischen Figuren ergeben ein ikonographisches Programm von beispielloser Vollständigkeit. Von besonderer Qualität ist auch der erhaltene Zyklus aus 150 farbigen Glasfenstern mit überwältigender Wirkung, die zu den Hauptwerken mittelalterlicher Glasmalerei gehören. Siehe Gotik

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