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Chronik

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Illustration zu Froissarts Chronique de FranceIllustration zu Froissarts Chronique de France

Chronik (von griechisch chronika: Zeitbuch), Prosa- oder Versbericht über historische Ereignisse in chronologischer Reihenfolge. Von den Annalen ist die Chronik dadurch unterschieden, dass sie nicht nach Jahren gegliedert ist, sondern bisweilen größere Zeiträume umspannt. Im Mittelalter erlebte die Chronik ihre Blütezeit. Vor allem im 15. und 16. Jahrhundert war sie populär. Eine Chronik kann die Geschichte eines Familiengeschlechts, eines Klosters oder Bistums, einer Stadt oder von Personen (Kaiser, Päpste etc.) behandeln. Die Weltchronik versuchte eine globale Schilderung von Ereignissen, die sich vom Anfang der Geschichte bis in die Gegenwart erstrecken. Verfasser von Weltchroniken waren u. a. Isidor von Sevilla, Otto von Freising, Vinzenz von Beauvais, Eike von Repgow (Sächsische Weltchronik, 1230) und Rudolf von Ems (Weltchronik, um 1252). Die bedeutendste deutsche Chronik ist die so genannte Kaiserchronik, die um 1150 in Regensburg entstand.

Im Frankreich des 13. Jahrhunderts wurden in Saint-Denis die Grandes Chroniques de France geschrieben. Im 14. Jahrhundert verfasste Jean Froissart französische Chroniken. Der einflussreichste britische Chronist war Geoffrey of Monmouth, der die Historia regum Britanniae (Geschichte der Könige von Britannien, um 1139) schrieb.

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