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Windows Live® Suchergebnisse KonglomeratEnzyklopädieartikel
Konglomerat, Sedimentgestein, das aus abgerundeten Geröllen in einer feinkörnigen Grundmasse besteht. Ein ähnliches Sedimentgestein ist die Brekzie, bei der jedoch die Bruchstücke aus Schutt bestehen, d. h. nicht abgerundet, sondern eckig sind. Die Grundmasse eines Konglomerats besteht aus Kalk, feinstkörnigem Quarz, Sand oder Ton. Nach der Zusammensetzung der Gerölle unterscheidet man oligomikte (aus einer oder wenigen Gesteinsarten zusammengesetzte) und polymikte (aus vielen Gesteinsarten zusammengesetzte) Konglomerate und Brekzien. Konglomerate entstehen durch die erodierende Tätigkeit von Flüssen und Gletschern. Sie werden meist im Meer abgelagert und können mächtige Schichtpakete bilden. Die Analyse ihrer Gerölle kann der historischen Geologie wichtige Hinweise über ihre Herkunftsgebiete geben (vor allem, wenn diese nicht mehr existieren, z. B. weil sie vollständig abgetragen sind) oder über frühere Flusssysteme und Gletscherbewegungen. So besteht die süddeutsche Molasse aus dem Verwitterungsschutt der aufsteigenden Alpen. Ihre Konglomerate werden auch als „Nagelfluh” bezeichnet. Eine andere Sorte ist der „Verrucano” in den Westalpen, der vulkanische Komponenten enthält. Tillite sind verfestigte Geschiebelehme aus Grundmoränen. Die so genannten Transgressionskonglomerate zeigen in Schichtfolgen erdgeschichtliche Einschnitte an: Mit der Erosion, die den alten Gesteinsuntergrund aufgearbeitet hat, beginnt jeweils ein Meeresvorstoß.
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