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Sean Connery (*1930), britischer Filmschauspieler. Zu Weltruhm gelangte er durch die Rolle des Geheimagenten 007 in einer Reihe von James-Bond-Filmen. Connery wurde am 25. August 1930 in Edinburgh (Schottland) als Sohn eines Arbeiters geboren. Er ging diversen Tätigkeiten nach, bevor er nach dem Besuch der Edinburgh School of Art als Mitglied der Londoner Musical-Produktion South Pacific (1951) zur Bühne kam. Ab 1956 übernahm er kleinere Rollen beim Film; für Action of the Tiger (1957; Operation Tiger) wurde er erstmals von Terence Young vor die Kamera geholt. Seine erste Hauptrolle hatte er in der Literaturadaption Another Time, Another Place (1958; Herz ohne Hoffnung) an der Seite von Lana Turner. Obwohl Connery ursprünglich nicht erste Wahl für die Besetzung des britischen Geheimagenten 007, James Bond, war, erhielt er diese Rolle in Dr. No (1962; James Bond – 007 jagt Doktor No, Regie Terence Young, nach dem Roman von Ian Fleming), dem ersten in einer Reihe von Spielfilmen, die mit ihrer Mischung aus Action, Spannung, Witz und Erotik bis heute große Publikumserfolge erzielen. Er wurde zur kongenialen Verkörperung des Superagenten, der, ausgestattet mit neuester Technik, starker Physis und überlegener Intelligenz, gefährlichen Bösewichtern das Handwerk legt, daneben aber auch seinen unwiderstehlichen Charme für Amouren mit schönen Frauen einsetzt. Auch in weiteren James-Bond-Filmen der sechziger Jahre verkörperte er 007, so in From Russia with Love (1963; Liebesgrüße aus Moskau), Goldfinger (1964; Goldfinger), Thunderball (1965; James Bond 007 – Feuerball) und You Only Live Twice (1967; James Bond 007 – Man lebt nur zweimal). Im Anschluss an das Gastspiel des Australiers George Lazenby als 007 folgte wieder mit Connery in der Hauptrolle der Klassiker Diamonds Are Forever (1971; Diamantenfieber), ehe Roger Moore den Part siebenmal übernahm. Seine smarte Eleganz, sein selbstironisches Spiel und seine virile Ausstrahlung brachten Connery den Ruf ein, der überzeugendste aller Bond-Darsteller zu sein. Nach einer Pause von 15 Jahren hatte er Anfang der achtziger Jahre ein glänzendes Comeback als James Bond in Never Say Never Again (1982/83; Sag niemals nie), bevor wiederum Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan und Daniel Craig seine Nachfolge übernahmen. Unter der Regie von Alfred Hitchcock stand Connery in dem Thriller Marnie (1964; Marnie) zusammen mit Tippi Hedren vor der Kamera. In Sydney Lumets The Hill (1964/65; Ein Haufen toller Hunde) war er als Soldat in einem britischen Militärstraflager zu sehen, der sich gegen den Sadismus seiner Vorgesetzten zur Wehr setzt. An der Seite von Charlotte Rampling spielte er in John Boormans Fantasy-Film Zardoz (1974; Zardoz). Es folgten u. a. Robin and Marian (1975; Robin und Marian) mit Audrey Hepburn, in dem Connery den Part des alternden Outlaws Robin Hood übernahm, The First Great Train Robbery (1978; Der erste große Eisenbahnraub) und Terry Gilliams effektvoller Fantasy-Film Time Bandits (1981; Time Bandits). Seine schauspielerischen Fähigkeiten machten es Connery möglich, die enge Verknüpfung seines Namens mit der Bond-Figur zu lösen. So brillierte er u. a. als William von Baskerville in der Umberto-Eco-Verfilmung Der Name der Rose (1986) und gewann einen Oscar als bester Nebendarsteller in Brian de Palmas Polizeifilm The Untouchables (1987; The Untouchables – Die Unbestechlichen). Haupt- und tragende Nebenrollen spielte er außerdem in Highlander (1985; Highlander – Es kann nur einen geben), Indiana Jones and the Last Crusade (1988; Indiana Jones und der letzte Kreuzzug), Highlander II – The Quickening (1990; Highlander II – Die Rückkehr), Rising Sun (1993; Die Wiege der Sonne), The Rock (1996; The Rock – Fels der Entscheidung), The Avengers (1998; Mit Schirm, Charme und Melone), dem Spielfilm-Remake der beliebten britischen Fernsehserie aus den sechziger Jahren um die Geheimagentin Emma Peel, verkörpert von Diana Rigg, der Kriminalkomödie Entrapment (1998; Verlockende Falle) und in seiner ersten Altersrolle als kauziger, der Welt entrückter Schriftsteller in Gus Van Sants Finding Forrester (2000; Forrester – Gefunden!). Auch im Alter behielt er seine erotische Ausstrahlung auf das weibliche Publikum. Im Juni 2000 wurde Connery von Königin Elisabeth II. in den Adelsstand erhoben, nachdem ihm diese Auszeichnung wegen seines Einsatzes für die schottischen Separationsbestrebungen in den Jahren zuvor verweigert worden war. In dem Actionabenteuer League of Extraordinary Gentlemen (2003; Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen) bildet Connery als integrierende Patriarchenfigur den Mittelpunkt einer Reihe von Fantasygestalten, die mit vereinten Kräften einem übermächtigen Bösewicht das Handwerk legen. 2005 erhielt er den Europäischen Filmpreis für sein Lebenswerk.
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