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Windows Live® Suchergebnisse Sir Richard George RogersEnzyklopädieartikel
Sir Richard George Rogers (*1933), britischer Architekt. Er ist einer der wichtigsten Vertreter der so genannten Hightecharchitektur, die die technischen Aspekte des Bauwerks ästhetisch betont. In seinen Arbeiten versucht er, ein Gleichgewicht zwischen dem Bauwerk und dem öffentlichen Raum herzustellen. Rogers wurde am 23. Juli 1933 als Sohn eines Arztes in Florenz (Italien) geboren. Er studierte von 1954 bis 1959 an der Architectural Association School in London und 1961/62 als Stipendiat an der Yale University in New Haven (Connecticut). Rogers lehrte u. a. an den Universitäten von Yale, Cambridge, Princeton, Harvard und Cornell. 1963 gründete er gemeinsam mit seiner Frau Sue Rogers, Norman Foster und dessen späterer Ehefrau Wendy Ann Cheeseman das Architekturbüro „Team 4”. Seine 1967 erbaute Fabrik der Reliance Controls Ltd. in Swindon (Wiltshire) verweist mit den äußeren Diagonalverspannungen schon auf die technologisch geprägte Ästhetik von Rogers späteren Bauten. Ab 1969 arbeitete er mit Renzo Piano zusammen, mit dem er 1971 den Wettbewerb zum Bau des Centre Pompidou gewann (erbaut 1971 bis 1977). Inspiriert durch die experimentellen Projekte der englischen Architektengruppe Archigram der sechziger Jahre, wandte er sich gegen den monumentalen, konventionellen Museumsbau. Freie Grundrisse sollten Wandlungsfähigkeit garantieren. Die Außenhaut zeigt eine spielerisch verstandene Hightecharchitektur, die die Versorgungselemente des Gebäudes in Form von farbigen Röhrenlabyrinthen nach außen verlegt. Der öffentliche Freiplatz wurde nach dem Muster einer italienischen Piazza angelegt. Ähnlich zeichnet sich die Hauptverwaltung von Lloyd’s in London (1979-1984) durch die frei sichtbaren Konstruktions- und Versorgungselemente aus. Im Zuge der Neugestaltung des Potsdamer Platzes in Berlin (1995-1998) verband Rogers auf dem Daimler-Benz-Areal drei Büro-, Geschäfts- und Wohnhäuser zu einem städtischen Ensemble. Für die Jahrtausendfeierlichkeiten errichtete er in London den Millennium Dome als modernen Zeltbau in Leichtbauweise, der eine Größe von vier Fußballfeldern umfasst. Es folgten u. a. das Bürogebäude 88 Wood Street in London (2001) und das neue Parlamentsgebäude im walisischen Cardiff (2006). Zu seinen Auszeichnungen gehören der Auguste-Perret-Preis der Internationalen Architekten-Vereinigung (1978), der Constructa-Preis (1992), der Praemium Imperiale (2000), der Goldene Löwe der Architekturbiennale in Venedig (2006), der Stirling-Preis (2006) und der Pritzker-Preis (2007). 1991 wurde Rogers von Königin Elisabeth II. geadelt.
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