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Doñana

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Parque Nacional de DoñanaParque Nacional de Doñana

Doñana (spanisch Parque Nacional de Doñana), Nationalpark in den Provinzen Sevilla und Huelva in Südspanien, der 1969 gegründet wurde.

Dieser größte spanische Nationalpark bedeckt eine Fläche von etwa 758 Quadratkilometern. Ein Teil des Parks liegt innerhalb der Marismas, dem sumpfigen Flussdelta des Guadalquivir; der größte Teil des Parks besteht jedoch aus Wäldern und Buschland und umfasst auch die Monte de Doñana genannte Gegend, in der Pinien- und Korkeichenwälder sowie einige Wanderdünen vorherrschen. Die spanische Regierung hat den Park geschaffen, um die Zerstörung dieser empfindlichen Ökosysteme zu verhindern – sie sind vor allem durch Wasserentnahmen des Guadalquivir bedroht. Hier nisten außerdem zahlreiche Vogelarten, und das Gebiet stellt eines der wichtigsten Zwischenstationen für Zugvögel dar, die nach Afrika weiterziehen; insgesamt ist der Doñana Nationalpark damit das größte Vogelschutzgebiet Europas. An Vögeln finden sich hier z. B. Störche, Flamingos, Löffler, Reiher, Schwimmenten, Spießenten, Löffelenten, das seltene Purpurhuhn, die Blauelster, Kaiseradler und Schlangenadler. Hier leben auch einige seltene Säugetiere, darunter der Pardelluchs und das Schlangen fressende Ichneumon. Der größte Teil des Parks darf nur in Begleitung von Führern besucht werden. Der Nationalpark wurde 1994 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

Durch den Bruch eines Staudammes in der Nähe der südspanischen Stadt Sevilla, der hochgiftige Industrieabwässer zurückhalten sollte, entstand am 25. April 1998 eine etwa fünf Millionen Kubikmeter umfassende Schlammflut. Bei dieser Umweltkatastrophe wurden die Bestände zahlreicher Vogel- und Fischarten stark dezimiert.

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