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Windows Live® Suchergebnisse Dow-Jones-IndexEnzyklopädieartikel
Dow-Jones-Index, in den USA berechneter und preisgewichteter Aktienindex, der sich aus 65 Aktienwerten zusammensetzt, die an der Wertpapierbörse in New York (New York Stock Exchange, NYSE) gehandelt werden. Im Dow-Jones-Index enthalten sind der Industrie-Index (Dow Jones Industrial Average, DJIA), bestehend aus den Werten von 30 umsatzstarken Industriegesellschaften, der Transport-Index (Dow Jones Transportation Average, DJTA), bestehend aus den Werten von 20 Transportunternehmen (z. B. Fluglinien, Bahngesellschaften), sowie der Versorger-Index (Dow Jones Utility Average, DJUA), bestehend aus den Werten von 15 Versorgungsgesellschaften (z. B. Strom- oder Wasserversorger). Wichtigstes Auswahlkriterium ist die Umsatzstärke eines Unternehmens. 1882 gründeten die Wirtschaftsjournalisten Charles Henry Dow und Edward D. Jones sowie Charles M. Bergstresser in New York den Verlag Dow Jones & Company. Der Verlag, zu Beginn eigentlich mehr eine Agentur für Finanznachrichten, brachte zunächst kleinere Informationsschriften heraus, die Themen rund um die Börse an der Wall Street behandelten. Um 1884 kam Charles Henry Dow auf die Idee, den Geschäftemachern an der Börse mit zusammengestellten Aktienindizes eine geeignete Orientierungshilfe an die Hand zu geben. Der erste dieser Indizes bezog sich auf Eisenbahngesellschaften, da diesen zu jener Zeit eine große wirtschaftliche Bedeutung zukam. Dieser Railroad Average wurde erstmals im verlagseigenen Finanzinformationsblatt Customer Afternoon Letter veröffentlicht. (Der Railroad Average wurde später in Transport Average umbenannt.) Am 26. Mai 1896 feierte dann der Dow Jones Industrial Average sein Debüt: Dow addierte die Schlusskurse der Aktien der zwölf umsatzstärksten Industriegesellschaften (smokestack companies, wörtlich: Schornsteinfirmen), die an der Wall Street gehandelt wurden, und teilte die Summe einfach durch die Anzahl der Unternehmen (also durch zwölf). In der seit 1889 herausgegebenen Börsenzeitung des Verlages, The Wall Street Journal, erschien der Industrial Average ab 1897. Später wurde die Anzahl der Unternehmen im Industrie-Index auf 30 erweitert und die Berechnung um einen komplexen Korrekturfaktor ergänzt, der u. a. Kapitalveränderungen berücksichtigen soll. Heute entspricht der eigentliche Dow-Jones-Index dem 65 Stock Average, der sich aus 65 an der New Yorker Börse notierten Aktienwerten zusammensetzt. Allerdings meinen sowohl Börsianer als auch Analysten häufig den bedeutenderen Industrie-Index, wenn sie vom Dow-Jones-Index sprechen. Der Industrie-Index DJIA repräsentiert die 30 umsatzstarken Aktienwerte der marktführenden Unternehmen in den USA. Diese Werte werden auch als Blue Chips bezeichnet und machen immerhin 20 Prozent der Werte aller an der Wall Street gehandelten Aktien aus. Seinen bislang höchsten Stand von über 11 500 Punkten erreichte der Dow-Jones-Index im Januar 2000. Siehe auch Wertpapierhandel und Finanzierung; Stoxx
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