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Windows Live® Suchergebnisse SephardimEnzyklopädieartikel
Sephardim oder Sefardim, Name für die Nachfahren der spanisch-portugiesischen Juden. Er ist abgeleitet von der biblischen Stadt Sefarad, in der sich die „Verbannten Jerusalems” befunden haben sollen und die in der mittelalterlichen Bibelexegese mit der Iberischen Halbinsel identifiziert wurde. Die Sephardim werden von den Aschkenasim unterschieden, die von jüdischen Gemeinschaften in Nord-, Mittel- und Osteuropa abstammen. Anders als die Juden in den islamischen Gebieten wurden die Sephardim der christlichen Territorien verfolgt und nach der Eroberung der muslimischen Enklaven auf der Iberischen Halbinsel und der Vereinigung Spaniens (1492-1497) vertrieben. Sie flohen zunächst nach Nordafrika, schließlich nach Frankreich, Holland, England, Italien, auf dem Balkan und in andere europäische Länder. Ihre Sprache ist das traditionelle jüdisch-spanische Ladino. Von den Aschkenasim unterschieden sich die Sephardim durch ihre Bräuche und religiösen Praktiken. Es gibt weltweit etwa 700 000 Sephardim, deutlich weniger als Aschkenasim. Im weiteren Sinne bezeichnet man auch jene Juden als Sephardim, deren Vorfahren aus Nordafrika oder aus dem Nahen Osten stammen bzw. Arabisch, Persisch oder eine Variante des Aramäischen sprechen. Man schließt sie in die Bezeichnung ein, weil die meisten dieser Juden unter dem Einfluss der echten Sephardim deren Traditionen übernommen haben.
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