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Windows Live® Suchergebnisse Syed Sheikh al-HadiEnzyklopädieartikel
Syed Sheikh al-Hadi (1867-1934), malaiischer Journalist und Romancier. In seinen Schriften befasste er sich vorwiegend mit der Bedeutung kultureller und religiöser Traditionen in der modernen Gesellschaft. Syed Sheikh al-Hadi wurde 1867 geboren und studierte in Arabien und Ägypten. Als Mitbegründer der ersten islamischen Reformzeitschrift im südostasiatischen Raum, Al-Imam (Singapur, 1906-1908) und als Gründer des Verlages Jelutong Press erlangte er Ansehen in intellektuellen Kreisen. Darüber hinaus trat er als Gründer arabischer Schulen in Singapur und Malacca hervor. Neben seinem Bemühen um eine Bildungsreform engagierte er sich als entschiedener Gegner korrupter Praktiken im religiösen Bereich. Das bedeutendste Ereignis seiner literarischen Laufbahn war die Publikation des Werkes Hikayat Faridah Hanum (1926, Faridah Hanums Geschichte). Die aus dem Ägyptischen übersetzte Liebesgeschichte war der erste in malaiischer Sprache erschienene Roman. In diesem Werk thematisierte er u. a. Aspekte der islamischen Reform sowie aktuelle politische und gesellschaftliche Fragen, wie die Gleichstellung der Frau und ihr Anrecht auf Bildung, Verhaltensregeln unter unverheirateten jungen Menschen und Fragen der nationalen Identität. Den gleichen Themen ist das Werk Puteri Nur al-’Ain (1929) gewidmet. Einen eher polemischen Ton schlug Syed Sheikh al-Hadi in den Kolumnen an, die er in seinen Zeitschriften Al-Ikhwan (1926-1931) und Saudara (1928-1941) publizierte und in denen er sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzte. Mit Übersetzungen von Kriminalgeschichten, die zwischen 1927 und 1934 erschienen, etablierte er dieses Genre in der malaiischen Literatur. Syed Sheikh al-Hadis Einfluss schlug sich in den Schriften Abdul Rahim Kajais, Ahmad Rashid Tadus und nach dem 2. Weltkrieg auch in den zeitkritischen Romanen Ahmad Luftis nieder.
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