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  • Vittorio Taviani – Wikipedia

    Vittorio Taviani (* 20. September 1929 in San Miniato, Italien) ist ein italienischer Filmregisseur. Er studierte in Pisa zunächst Jura und debütierte unter dem Einfluss von ...

  • Paolo Taviani – Wikipedia

    Paolo Taviani (* 9. November 1931 in San Miniato, Italien) ist ein italienischer Filmregisseur. Taviani studierte in Pisa und debütierte 1962, arbeitete und arbeitet meist mit ...

  • Museumsuferfest 2008

    WAHLVERWANDTSCHAFTEN, (F/I 1996, R: Geb.Taviani, 98 min, DF) Diese Kinovorstellung kostet mit MUF-Button €3,00 Eintritt, ohne MUF-Button €6,–/ €5,–ermäßigt.

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Vittorio und Paolo Taviani

Enzyklopädieartikel

Vittorio und Paolo Taviani (*1929) bzw. (*1931), italienische Regisseure und Drehbuchautoren, deren Filme vorrangig Themen des italienischen Lebens gewidmet sind.

Vittorio Taviani wurde am 20. September 1929, Paolo Taviani am 8. November 1931 in San Miniato (Italien) geboren. Nach dem Studium wandten sich beide einer Laufbahn im Filmgeschäft zu. Zunächst drehten sie kurze Dokumentarfilme und arbeiteten als Assistenten für Roberto Rossellini, Joris Ivens und andere Regisseure. 1954 drehten sie in der Nähe von Pisa den Film San Miniato Juli 1944, der den Tod von 60 Menschen im Dom ihrer Heimatstadt durch einen deutschen Granatbeschuss dokumentiert. Seit den fünfziger Jahren gehörten die Brüder der Kommunistischen Partei an.

Der Spielfilm Gebrandmarkt, über das Leben der von der Mafia unterdrückten Bauern, entstand 1962 und ist im Stil des Neorealismus abgedreht. International bekannt wurden sie mit Mein Vater, mein Herr (1977, nach Gavino Leddas Autobiographie). Der Film erzählt in realistischen Aufnahmen das harte Leben eines Hirtenjungen auf Sardinien und wurde bei den Filmfestspielen in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Weniger erfolgreich war die in der Toskana angesiedelte Studentengeschichte Il Prato (1979; Die Wiese) mit Isabella Rossellini.

Die Nacht von San Lorenzo (1981) schildert aus der Sicht eines Kindes die Flucht der Bewohner einer italienischen Kleinstadt vor den 1944 einmarschierenden deutschen Soldaten und die Befreiung von der deutschen Besatzung durch amerikanische Truppen.

Die vier Episoden in Kaos (1984) sind auf Sizilien angesiedelt und entstanden nach literarischen Vorlagen von Luigi Pirandello. In Good Morning Babylon (1986) erzählten sie die authentische Geschichte zweier italienischer Handwerker, die in der Pionierzeit des Films in Hollywood an den Dreharbeiten zu Intoleranz (1916) von D. W. Griffith mitwirken und anschließend eine Karriere als Filmausstatter machen. Nachtsonne (1990) schildert in erlesenen Bildern, frei nach Leo Tolstoj, die Geschichte eines jungen Kadetten, der sich in Neapel um 1750 in eine schöne Hofdame verliebt, aber der Liebe entsagt und in den Bergen ein Leben als Eremit beginnt. Fiorile (1993) ist ein Familienepos, das sich über einen Zeitraum von zwei Jahrhunderten erstreckt, vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, und das das Verhältnis der Geschlechter in einer patriarchalischen Gesellschaft thematisiert. 1996 kam der gemeinsame Film Wahlverwandtschaften (mit Isabelle Huppert, Jean-Hugues Anglade, Fabrizio Bentivoglio und Marie Gillain) nach dem gleichnamigen Roman von Johann Wolfgang von Goethe in die Kinos. Der Film wurde aufgrund seiner Dialoglastigkeit von der Kritik negativ bewertet.

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