Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse FordismusEnzyklopädieartikel
Fordismus, Bezeichnung (benannt nach Henry Ford) für eine Phase des Kapitalismus und moderner Produktionsmethoden, die gekennzeichnet sind durch serienmäßige Massenproduktion, tayloristische Produktionsverfahren und Arbeitsteilung. Massenherstellung ermöglicht niedrige Produktpreise, höhere Produktivität, höhere Reallöhne: damit entstand u. a. eine der Voraussetzungen für den Massenkonsum. 1913 führte Henry Ford in seiner Automobilfabrik (Ford Motor Company) in Detroit eine neuartige Produktionsmethode ein. Sie setzte sich schnell in der Fertigungsindustrie durch. Die Ford’sche Produktionsmethode verband den so genannten Taylorismus mit zunehmender Mechanisierung (Fließbänder und Standardisierung von Bauteilen). Der Taylorismus beruht auf den Prinzipien der „wissenschaftlichen Betriebsführung”, die Frederick Winslow Taylor entwickelt hatte. Er rationalisierte den Produktionsprozess, indem er planende und ausführende Arbeit voneinander trennte: Die Planung oder Organisation lag bei den Ingenieuren, die Ausführung bei den Arbeitern. Dadurch war die geistige und die manuelle Seite der Arbeit voneinander getrennt. Die rein rationale, auf bloße Effizenz abgestellte Produktionsmethode berücksichtige den „Faktor” Mensch nur unzureichend, und die strikte Trennung in Kopf- und Handarbeit konnte im Laufe automatisierter Produktionsprozesse nicht mehr aufrechterhalten werden. Die Gewerkschaften forderten darüber hinaus im Sinne einer Humanisierung der Arbeitswelt immer wieder auch die soziale Komponente bei den Rationalisierungmaßnahmen ein. Ebenso forderten sie (neben der Mitbestimmung) auch eine Beteiligung der Arbeiter und Angestellten am Produktivitätsvermögen und -gewinn, der aus der Rationalisierung und Intensivierung der Arbeit entstand.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |